Bad Wildungen

Ein bunter Stein unter vielen

Ein Mosaik. Kulturhistorisch betrachtet, ein Muster oder Bild, das durch Zusammenfügen von farbigen oder unterschiedlich geformten Teilen entsteht. Eine Gesellschaft. Soziologisch betrachtet, eine durch unterschiedliche Merkmale zusammengefasste, abgegrenzte Anzahl von Personen, die als soziale Akteure miteinander verknüpft leben und (in)direkt interagieren. Gemeinsamkeiten stehen aich beim Projekt „Weltreise mittels Mosaikkunst – Multikultureller Mosaikworkshop als Altstadtinitiative“ im Mittelpunkt. „Bad Wildungen“ weiterlesen

Battenberg

Demografie mal künstlerisch

Viele Gemeinden stehen den Herausforderungen des demografischen Wandels gegenüber: Abwanderung, Geburtenrückgang, steigende Lebenserwartungen, um nur einige Aspekte zu nennen. Frohnhausen, ein ca. 500 Einwohner großes Dorf in der Gemeinde Battenberg (Eder), möchte dabei nicht einfach zu sehen, sondern genau hinschauen und sich künstlerisch mit dem Thema auseinandersetzen. Wer sind wir heute im Dorf? Welche Verbindungen gehen wir ein und was verbindet uns? Welche Altersstrukturen können wir sichtbar machen? „Battenberg“ weiterlesen

Diemelsee

Die Spolie – Vergangenheit und Zukunft

Aufgrund von Materialknappheit wurden in der Architekturgeschichte häufig Beuteteile aus Vorgängerbauten oder Ruinen für den Neubau verwendet. Mit dem Wechsel der ursprünglichen Bestimmung wurden sie zu Spolien. Dies geschah jedoch nicht selten auch aufgrund der Bedeutungsübertragung der alten Bauten auf das neu Entstehende. Den Geist des Alten anpassen und in das Zukünftige implementieren. Was ist gut am Alten und was davon wollen wir mit in die Zukunft nehmen und vor allem unter welchen eigenen Vorstellungen und Wünschen? „Diemelsee“ weiterlesen

Edertal

Grenzen überwinden – Szenen einer Flucht

Wo die Ederwellen schlagen an den Strand,
wo die Bruchbach nach dem Bahnhof Anraff rannt;
wo die Frösche quaken in dem Dämmerschein,
da ist meine Heimat, da bin ich daheim. (Reelingslied, Strophe 1)

Anraff ist Heimat für etwa 360 Einwohner. Seit einigen Monaten sind in Anraff und Umgebung Menschen „daheim“, die keinen deutschen Pass haben und aus ihrer Heimat flüchten mussten. Die meisten haben eine Reise hinter sich, auf der sie Bilder sahen und Momente erlebten, die ihr Verständnis vom Leben und ihrer Heimat veränderten. Das soll im Theaterprojekt „Grenzen überwinden – Szenen einer Flucht“ aufgegriffen werden. „Edertal“ weiterlesen

Frankenau

Für das Krippenspiel braucht man alle – jeden Alters

Immer wieder heißt es, ländlicher Raum sei geprägt von der Breitenkultur. Aber was genau heißt das? Taucht man tiefer in Lexika und Fachartikel ein, begegnen einem Beschreibungen wie „auf zivilgesellschaftlichem Engagement beruhend“, „Lokalgeschichte“, „Brauchtum“ und „interne Wissensweitergabe“. Breitenkultur in Allendorf/ Hardtberg beinhaltet all das und das Ziel das Miteinander auf vielseitige Weise zu stärken – auch durch Theater. „Frankenau“ weiterlesen

Frankenberg

„Kinder machen Kunst“ – und eigentlich noch viel mehr          

Im Zuge des erstmals gemeinsam organisierten Festes „Tag der Begegnung“ am 3. Oktober 2017 stellte sich die Frage, wie die Projektpartner die Veranstaltung bereichern können, um Menschen, trotz Sprachbarrieren oder Hemmschwellen, die Möglichkeit zu geben, sich über ihre Wünsche und Vorstellungen für die Zukunft austauschen zu können. Wie könnte es möglich sein, vor allem die junge Generation, trotz unterschiedlicher Heimatländer näher zusammenzubringen und dabei deutlich zu machen, dass sie viele Gemeinsamkeiten haben? „Frankenberg“ weiterlesen

Frankenberg

Blechbläser

Hat nicht jeder schon einmal darüber nachgedacht, ein Instrument zu lernen? Dann aber nicht gewusst, welches es ihm wirklich Freude machen würde – eher ein Streich-, Tasten- oder Blasinstrument. Und wenn ein Blasinstrument welches? Lieber Flöte, Trompete oder Saxophon? Und wie soll man sich entscheiden, wenn man aus einer Kultur stammt, in der solche Blasinstrumente selten sind? Wäre es nicht fantastisch, wenn man einfach mal viele Instrumente ausprobieren könnte, ganz unverbindlich und unter fachlicher Anleitung? Genau das hat sich auch die Musikschule Frankenberg gedacht und das Projekt „Bläserkarussell“ initiiert. „Frankenberg“ weiterlesen

Frankenberg

Heimatverein stellt sich den Herausforderungen

Es kommen nur noch wenige und dann immer die Gleichen zu den Veranstaltungen. Was können wir tun? Das ist eine Frage, die sich wahrscheinlich schon jeder Veranstalter einmal gestellt hat. Diese Herausforderung kennt auch der Heimat- und Kulturverein Geismar e.V. Aber dessen Mitglieder geben nicht auf und bringen immer wieder Mut und Kraft auf, neue Ideen umzusetzen und außergewöhnliche Wege zu gehen, um Kultur von allen, für alle im Dorf zu gestalten. „Frankenberg“ weiterlesen

Haina

Was macht eigentlich das Schaf an der Decke?
Die figürliche Darstellung in der Klosterkirche Haina

Der Verein „Freunde des Klosters Haina e. V.“ hat sich zum Ziel gesetzt, die historischen Räume der alten Zisterzienserabtei für Besucher zugänglich zu machen und durch Führungen, Vorträge, Ausstellungen und Veröffentlichungen die Geschichte des Klosters Haina im Bewusstsein der Bevölkerung lebendig zu erhalten. „Haina“ weiterlesen

Hatzfeld (Eder)

Viele Töne auf dem Weg zum Profimusiker
Musikprojekt mit Jugendlichen – von der Komposition zur fertigen CD

Ein Musikerleben

Musiker sein. Um die Welt reisen. Eine große Fangemeinde hinter sich. Partys feiern und sich auf Jachten sonnen. Das ist das Bild, das die Medien zeichnen, wenn sie über junge, erfolgreiche Künstler und Künstlerinnen berichten. Dass es bis dahin jedoch ein langer Weg mit vielen Stunden des Übens ist, wird selten deutlich. Von den ersten Versuchen, dem Instrument harmonische Töne zu entlocken, bis zum ersten Auftritt vergeht meist einige Zeit und es müssen Rückschläge überwunden werden. Ein weiterer Schritt ist die erste Aufnahme in einem professionellen Tonstudio. Die Produzenten sitzen auf weichen, wippenden Bürostühlen, die aussehen wie schwarze Berge aus Leder. Gleichzeitig drehen sie an einem von tausend Rädchen und geben Handzeichen durch die große Glasscheibe zum Aufnahmeraum. „Hatzfeld (Eder)“ weiterlesen

Korbach

Stuhlkunst / Kunststuhl

Vier Beine, ein Sitz, eine Lehne – der Stuhl. Das alltägliche Objekt bietet neben der reinen Funktion des erhöhten Sitzens viele kulturhistorische Bezüge und Interpretationsmöglichkeiten. Der Stuhl kann als Statussymbol fungieren, beispielsweise als Thron oder „Chefsessel“ und übermittelt dadurch unausgesprochene Botschaften über den Sitzenden. Aber er kann auch symbolisch für den Platz gedeutet werden, den man einnimmt. In der Aufstellung und der Formensprache vieler Stühle kann er sinnbildlich für gesellschaftliche Konstruktionen stehen: Nähe und Distanz, Vielfalt oder Monotonie, Gemeinschaft und Demokratie durch den Stuhlkreis. „Korbach“ weiterlesen

Korbach

„Menschen aus Waldeck-Frankenberg im Konzentrations- und Arbeitserziehungslager Breitenau“

Heute einmal mehr ist es wichtig, sich mit der Bedeutung und den Bedingungen von Freiheit, Demokratie und Selbstbestimmung auseinander zusetzten. Hierzu gehört auch das Wissen und die Kenntnisse über Diktaturen, Gefährdungspotentiale und Unterdrückung. Auseinandersetzung mit Geschichte deckt Strukturen auf, die Menschen zu Tätern und Opfern werden lassen. Dabei geht es nicht um die reine Anhäufung von Wissen, sondern um die Sensibilisierung für rechtsextremistische Gefahren – so sehen das auch die Mitarbeiter des Stadtarchivs Korbach, der Gedenkstätte Breitenau und Schüler der Alten Landesschule. „Korbach“ weiterlesen

Lichtenfels

Von jungen Profis für junge Zuhörer

Aus den großen Konzertbetrieben sind Angebote zur Vermittlung von Musik kaum noch wegzudenken: Beinahe jedes Opernhaus, Orchester oder Ensemble hat Ideen entwickelt, mehr Menschen für klassische Musik zu begeistern. Klassische Musik ist nicht gleich für jeden ein beeindruckendes Erlebnis – egal ob in der Stadt oder auf dem Land. Darum hat die Burg Lichtenfels das LandKulturPerlen-Projekt „Kinderkonzert“ initiiert und junge Ohren mit auf eine Entdeckungsreise genommen. „Lichtenfels“ weiterlesen

Lichtenfels

Musikinstrumente aus dem Baumark

„Ich bin unmusikalisch!“ Ein Satz den man häufig von Kindern und Erwachsenen hört. Oft ist damit gemeint, dass man keine Noten lesen und keine Stücke auf einem Instrument spielen kann. Um zu muszieren braucht es jedoch nicht zwangsläufig theoretische Grundlagen oder herkömmliche Instrumente. Das zeigt auch das Projekt der Mittelpunktschule Goddelsheim. „Lichtenfels“ weiterlesen

Rosenthal

Viele Angebote – Nachfrage erwünscht

Die Vereinsvielfalt

Von A wie „Angelgemeinschaft Rosenthal“ bis V wie „Verein für Heimatpflege, Ortsverschönerung und Umwelt“ – in der Stadt Rosenthal gibt es etwa dreißig eingetragene Vereine, die unterschiedlichste Angebote haben, ob künstlerisch, sportlich oder musikalisch. Alle 2.186 Einwohner der Stadt Rosenthal und seiner Ortsteile sind herzlich willkommen mitzuwirken. „Rosenthal“ weiterlesen

Twistetal

Egal wie alte – singen macht immer Freude

Etwa 10.000 Sänger und Sängerinnen sind in über 150 Gesangsvereinen im Landkreis Waldeck-Frankenberg aktiv. Viele von ihnen konnten bereits ihr 60-jähriges Jubiläum feiern. So sind Gesangsvereine fester Bestandteil des kulturellen Lebens im Landkreis und bieten vor allem Raum für Geselligkeit. Aber viele Vereine haben auch mit Nachwuchssorgen und Überalterung zu kämpfen. Der Männergesangsverein Liedertafel Einigkeit Twiste e.V. kennt diese Herausforderungen, denen sie sich mit neuen Ideen stellen. „Twistetal“ weiterlesen

Vöhl

  In der Synagoge wird getanzt

Tanzen spielt in den Religionen heute nur selten noch eine Rolle. Das war in der Antike noch anders. Damals sagte man in der jüdisch-christlichen Tradition: „Wer gut tanzen kann, hat ein reines Herz.“ In der Religion war der Tanz auch ein Mittel zur Kommunikation. So haben Menschen schon immer versucht, die Götter durch Tanzen anzurufen, um ihnen auf diesem Weg ihre Wünschen mitzuteilen. Daneben war das Einüben der Schrittfolgen auch eine Art der Meditation. Bei einem Workshop des Förderkreises „Synagoge Vöhl“ e.V. sollen einige dieser Aspekte des jüdischen Tanzes den Teilnehmern nähergebracht werden. „Vöhl“ weiterlesen

Volkmarsen

Schicksale jüdischer Kinder und Jugendlicher während des NS-Regimes

„An diesem Morgen mochte kaum jemand an Bord des Schiffes frühstücken.
Es war das Jahr 1939.
Es war im Juli.
Wir waren auf einem Boot.
Ein Boot voller Kinder auf der Flucht vor der Gefahr.“[1]

Jüdische Kinder erlitten in den Jahren der NS-Herrschaft schwere Schicksale, die in Projekten des Vereins Rückblende Gegen das Vergessen e.V. thematisiert werden. „Volkmarsen“ weiterlesen

Waldeck

Minnesang – singen und tanzen wie Ritter

Schlägt man das Wort minne in einem mittelhochdeutschen Wörterbuch nach, erfährt man dessen vielschichtige Deutungsmöglichkeiten: Liebe, Zuneigung oder Freundschaft; Leidenschaft, Wohlwollen oder auch Freude und Geschenk. (Vgl. Hennig, Beate: minne. In: Kleines Mittelhochdeutsches Wörterbuch, 2007). In Minnesang und -dichtung geht es demnach nicht nur um erotische Liebesbeziehungen, sondern auch um platonische Bindungen zwischen zwei Menschen oder den liebevollen Gedanken an eine andere Person. „Waldeck“ weiterlesen

Waldeck

Vom Metzgerladen zum Kulturraum – die Hands-on-Mentalität

An Orten, an denen es nicht die Möglichkeit gibt ein Angebot um die Ecke zu nutzen, weil es keine Angebote gibt, werden viele Menschen selbst aktiv. Das ist auch eine der Stärke des ländlichen Raums. Dort wo es keine Optionen gibt, haben die Menschen das Angebot selbst geschaffen – es gibt den Wunsch gemeinsam Musik zu machen – dann gründetet man einen Chor; man möchte Theaterspielen aber zum nächsten Theaterhaus sind es 35km – also initiierte man eine örtliche Theatergruppe. Heute nennt man das Hands-on-Mentalität. Und die beweist Musiker Bill Sauer auch mit seinem LandKulturPerlen-Projekt „Runter vom Sofa“. „Waldeck“ weiterlesen