Rasdorf – „Kinder erleben ihren Heimatort“

Dorfrundgang (Foto:Möller)

Dorfbekanntes durch die Augen von Kindern sehen

Die kindliche Wahrnehmung unterscheidet sich oft erheblich von der Weltsicht Erwachsener. Viele Kinder haben das Talent, durch unvorhergesehene Fragen oder Feststellungen über ihre Umwelt, das scheinbar Bekannte mit einem Schlag in Frage zu stellen. Warum sind die Dinge wie sie sind? Und könnten sie nicht auch ganz anders sein? Um einen Ort, einen Sachverhalt oder das Gegenüber neu und verändert zu erleben, lohnt es sich daher, die Dinge durch die Augen von Kindern zu betrachten. Als Erwachsener ist es jedoch schwer, die neugierig-forschende Grundhaltung der Kinder einzunehmen, da der Blick allzu oft verstellt ist durch Erfahrungen, Vorurteile oder schlicht Gewohnheiten des Sehens und Erlebens. Wer seine Wahrnehmung der Welt öffnen und verändern möchte, der sollte also schlicht die Kinder fragen. „Rasdorf – „Kinder erleben ihren Heimatort““ weiterlesen

Nüsttal – Dorf trifft Kunst

Der Jugend Räume eröffnen

Der ländliche Raum hat in den letzten Jahrzehnten häufig mit Negativschlagzeilen von sich reden gemacht. Landflucht, Leerstand, Überalterung und Radikalisierung sind Schlagworte, die Landräten und Bürgermeistern aller Orten den Schweiß auf die Stirn treiben. Um das Land lebenswert zu gestalten, braucht es Initiative und neue Wege des Denkens und Handelns. Wenn verschiedene Gruppen mit unterschiedlichen Ideen an einem Tisch zusammenkommen, kann daraus eine Zukunft für ländliche Regionen erwachsen, die geprägt ist von sozialer Nähe, einem fairen und offenen Miteinander und einer positiven Identifikation mit dem umgebenden Lebensraum, der „Heimat“, in einem offenen und inklusiven Verständnis des Begriffs. Kunst und Kultur kann dabei zu einem Ansatz und Angelpunkt für gemeinsames Tun und Gestalten werden. „Nüsttal – Dorf trifft Kunst“ weiterlesen

Bad Salzschlirf – Zeitreise: Wandeln und Wandel eines Kurortes. Bürger*innen kuratieren ihre Stadtgeschichte

Blüte und Niedergang des Kurtourismus

Kuren und Aufenthalte in Sanatorien genossen um 1900 einen regelrechten Kultstatus. Das gut betuchte Großbürgertum reiste zur Erholung und zur Sommerfrische regelmäßig in die großen europäischen Kurstätten, um sich bei Trinkkuren, Wassertreten á la Sebastian Kneipp und Licht-Luft-Bädern in idyllischer Umgebung von den Anforderungen des modernen Lebens in den stetig wachsenden Großstädten zu erholen. Gleichzeitig dienten die Kurorte als Treffpunkte des gesellschaftlichen Lebens. In ortsansässigen Kasinos und Salons versammelte sich die „bessere Gesellschaft“ zu Spiel, Unterhaltung und Zerstreuung vom Alltag.

Seit dem Niedergang dieser Blütezeit des Bädertourismus kämpfen viele Kurorte um Gäste und ein neues Image. In vielen Fällen konnte in gewisser Weise an die Tradition angeschlossen werden, indem sich moderne Rehabilitationskliniken ansiedelten. Eine Folge dieser Entwicklung ist jedoch zum Teil die Verödung und der Verfall der Altorte sowie eine schleichende Veränderung der Bevölkerung hin zu beinahe ausschließlichen „Seniorenresidenzen“.

Der Verein „Kunst & Kultur aktiv“ des Kurorts Bad Salzschlirf will in seinem Projekt „Zeitreise – Wandeln und Wandel eines Kurortes“ diesen Veränderungen am konkreten Beispiel nachspüren. Mit Hilfe von Fotografien und Gemälden aus unterschiedlichen Jahrzehnten und Jahrhunderten soll die Veränderung des Ortsbildes ganz konkret nachvollzogen werden. An den Originalschauplätzen sollen die alten Fotografien, die auf große Schilder aufgezogen wurden, die Wandlung eines Gebäudes, Denkmals, einer Perspektive oder eines Straßenzugs sichtbar machen. Die Einwohner von Bad Salzschlirf sind dazu eingeladen, ihre alten Fotografien einzureichen und anschließend ihren Heimatort auf ganz neue Art und Weise zu erleben

 

Kunst & Kultur aktiv e.V. – kulturelle Impulse für Bad Salzschlirf

Seit vielen Jahren liefert der Verein Kunst & Kultur aktiv e.V. wertvolle Impulse für die Kulturarbeit in Bad Salzschlirf. Zentraler Ankerpunkt des Vereins ist der Kulturbahnhof, in dem regelmäßig Workshops und Vorträge zum Thema Malerei stattfinden. Bei Bahnhofsfesten und Ausstellungen kommen die Kreativen der Region zusammen, sodass der Kulturbahnhof Raum bietet für Austausch und geselliges Miteinander von Kunstinteressierten.

 

Kooperationspartner

http://www.kukaktiv.de/

http://www.badsalzschlirf.de

 

Rasdorf – Grenze bei Nacht

Deutsch-deutsche Geschichte vor der Linse

Die bewaldeten Hügel und weiten Wiesen der Rhön sind ein beliebtes Fotomotiv für viele Touristen und Tagesausflügler, die das Mittelgebirge vor allem für seine Ruhe und Beschaulichkeit schätzen. Vor beinahe 30 Jahren war dieser idyllische Landstrich jedoch Schauplatz und gleichsam Kulminationspunkt der deutsch-deutschen Teilung, galt die Region nahe Fulda doch als mögliche Einfallschneise des Ostblocks nach Westen. Diesen Bruch zwischen ländlichem Idyll und ehemaliger Grenzzone mit geschärftem Blick und in ungewöhnlichen Perspektiven fotografisch festzuhalten ist Ziel des Projekts „Grenze bei Nacht“ der Point Alpha Stiftung. „Rasdorf – Grenze bei Nacht“ weiterlesen

Hünfeld – Museum Modern Art – Eine fotografische Entdeckungsreise

Projektergebnis

Neue Perspektiven auf Kunst und Architektur

Ein Perspektivwechsel kann den Blick auf die Welt verändern. Im Alltag ist es oft hilfreich, sich in die Positionen und Gedankenwelten anderer einzufühlen, um ein tieferes Verständnis einer Situation oder eines Sachverhalts zu erlangen. Ein wortwörtlicher Perspektivwechsel kann jedoch auch beim Kunstgenuss oder bei der Erkundung eines Museums völlig neue Blickwinkel eröffnen und eine ästhetisch neue Wahrnehmung des scheinbar bekannten liefern. Werden die gewonnen Eindrücke auf Fotopapier gebannt und in einer Ausstellung präsentiert, führt dies zu einer spannenden neuen Ebene des Erlebens – Museum im Museum und Kunst in der Kunst – die dazu einlädt, dem Auge des Fotografen zu folgen und so selbst im doppelten Sinne die Perspektive zu wechseln.

Projektergebnis

Um Perspektivwechsel zu vollziehen lud das Museum Modern Art Hünfeld die Oberstufenschüler des Wigbertgymnasiums in diesem Herbst in seine Räumlichkeiten ein. Ausgestattet mit Fotoapparaten und einer Einführung in die Kunst der Fotografie durch einen professionellen Fotografen, durften die Jugendlichen in den Ausstellungsräumen sowie dem Außenbereich des Museums selbstständig nach Motiven für ihre Arbeiten suchen. Die ausgestellte Kunst konnte dabei ebenso im Fokus stehen wie das historische Gasometer oder das Ausstellungsgebäude im Jugendstil. Die qualitativ herausragenden Arbeiten dieser kooperativen Aktion wurden in einer anschließenden Ausstellung in den Räumen des Museums präsentiert

 

Vernissage im Gasometer

Museum Modern Art Hünfeld – moderne Kunst in historischer Umgebung

Angesiedelt in einem historischen Gaswerk, dient das Museum Modern Art in Hünfeld seit seiner Gründung 1990 als Präsentationsort der Sammlung seines Gründers Jürgen Blum. Neben der Sammlung Blums, die vor allem aus Werken der Konkreten Kunst besteht, finden in den von Industrieoptik geprägten Räumlichkeiten seit der Wiedereröffnung 2014 regelmäßig Wechselausstellungen von namhaften zeitgenössischen Künstlern statt. Die beiden Leiter des Museums Günter und Peter Liebau veranstalten zudem Kunstwettbewerbe, die die Bekanntheit des Museums steigern konnten. Ein Skulpturengarten im Außenbereich rundet das vielseitige künstlerische Angebot des Museums ab.

 

Kooperationspartner:

www.museum-modern-art.de

www.wigbertschule.de

Petersberg – Erstellung von QR-Codes „Burgführungen“

Alte Burggemäuer neu entdeckt

Burggespenster, wackere Ritter und Burgfräulein, deren Herzen mit Hilfe von hoher Minnekunst erobert werden wollen sind beliebte Protagonisten zahlloser literarischer Werke und Formen. Von mittelalterlichen Epen über romantische Schauerliteratur und historische Gegenwartsromane bis hin zu Kinder- und Jugendbüchern ist der meist mittelalterliche Stoff rund um immense Burganlagen ein beliebtes Sujet. Burgen und – in weitaus höherem Maße noch – Burgruinen beflügeln seit jeher unsere Phantasie und regen zur Erfindung von Geschichten mit abenteuerlichem, romantischem oder schauerlichem Inhalt gleichermaßen an. Die historischen Fakten um die verfallenen Adelsresidenzen sind dabei den wenigsten Besuchern in Gänze bekannt und allzu oft fehlt es an geeigneten Quellen für diejenigen, die sich ernstlich mit den realen Umständen der künstlerischen Inspirationsquellen auseinandersetzen wollen. Was also tun? „Petersberg – Erstellung von QR-Codes „Burgführungen““ weiterlesen

Diemelsee

Die Spolie – Vergangenheit und Zukunft

Aufgrund von Materialknappheit wurden in der Architekturgeschichte häufig Beuteteile aus Vorgängerbauten oder Ruinen für den Neubau verwendet. Mit dem Wechsel der ursprünglichen Bestimmung wurden sie zu Spolien. Dies geschah jedoch nicht selten auch aufgrund der Bedeutungsübertragung der alten Bauten auf das neu Entstehende. Den Geist des Alten anpassen und in das Zukünftige implementieren. Was ist gut am Alten und was davon wollen wir mit in die Zukunft nehmen und vor allem unter welchen eigenen Vorstellungen und Wünschen? „Diemelsee“ weiterlesen

Haina

Was macht eigentlich das Schaf an der Decke?
Die figürliche Darstellung in der Klosterkirche Haina

Der Verein „Freunde des Klosters Haina e. V.“ hat sich zum Ziel gesetzt, die historischen Räume der alten Zisterzienserabtei für Besucher zugänglich zu machen und durch Führungen, Vorträge, Ausstellungen und Veröffentlichungen die Geschichte des Klosters Haina im Bewusstsein der Bevölkerung lebendig zu erhalten. „Haina“ weiterlesen