Gersfeld – Aus Kunst wird Musik, daraus wieder Kunst – Generationen treffen sich

Inspiration durch Musik und Gemälde 

Musik inspiriert und regt den Geist an. Je nach musikalischer Gattung, Stil, Tonart, Klangfarbe, Rhythmus und Lautstärke werden verschiedene Emotionen angesprochen und innere Bilder und Wahrnehmungen erzeugt. Dieses innere Erleben macht das Konsumieren von Musik für viele Menschen zu einem besonderen Genuss. Das Projekt „Aus Kunst wird Musik, daraus wieder Kunst“ der Stadtkapelle Gersfeld e.V. macht sich diese Qualität von Musik ebenso zunutze wie die wechselseitige Inspirationsfähigkeit von Musik und Bildender Kunst.

Die Idee für das generationenübergreifende Projekt entstand aus der Gegebenheit heraus, dass einige Musiker*innen der Gersfelder Stadtkapelle zugleich Teil einer Maler*innengruppe um die Künstlerin Brigitte Schüßler sind und sich somit auf zwei künstlerischen Gebieten zugleich betätigen. Diese Überschneidung soll nun für ein Kunstprojekt genutzt werden, bei dem aus Bildern Musik entsteht, die wiederum in Bildern verarbeitet wird. In einem ersten Schritt wählen die Künstler*innen der Stadtkapelle hierzu einige Gemälde aus ihrem Repertoire aus, die sie als besonders ausdrucksstark wahrnehmen und mit denen sie intensive Emotionen verbinden. Diese Gemälde dienen dem studierten Komponisten Yannik Helm als Inspiration für Musikstücke, die den Charakter und Ausdruck der Bilder spiegeln. Im Rahmen einer musikalisch begleiteten Ausstellung werden sowohl Bilder als auch Kompositionen der Öffentlichkeit und insbesondere den Kindern im Kindergarten- und Grundschulalter vor Ort präsentiert. Die Kinder wiederum sind in einem weiteren Schritt dazu eingeladen, sich von der Musik zu eigener künstlerischer Tätigkeit anregen zu lassen, sodass zuletzt aus der Musik wieder Gemälde entstehen.

 

Musikverein, Künstlerin und Komponist – ein starkes Bündnis für Kultur

Für die Umsetzung des Projekts „Aus Kunst wird Musik, daraus wieder Kunst“ kooperiert die Stadtkapelle Gersfeld mit dem in Nüsttal aufgewachsenen studierten Komponisten und Musikpädagogen Yannik Helm, dessen Hauptarbeitsbereich sich in der Region Fulda befindet. Die künstlerische Anleitung bei der Umsetzung der Musik in Gemälde übernimmt die Diplom-Kunstpädagogin und Mitglied des Kunstvereins Fulda, Brigitte Schüssler.

 

Termine: 21.10.2018, 15 Uhr Kunstgalerie Gersfeld: Vernissage mit musikalischen Kompositionen

Kooperationspartner

Yannik Helm – Komponist
Stadtkapelle Gersfeld
Brigitte Schüßler – Künstlerin
Gemeinde Gersfeld: www.gersfeld.de
Grundschule/Rhönschule/Kindergarten

Ehrenberg – Jung und Kreativ

Jugendliche Wünsche – Kunst als Sprachrohr

Welche Voraussetzungen braucht Kunst im öffentlichen Raum? Gute Ideen, unterstützende Gemeinden, junge Menschen und leere Wände reichen aus, findet Veronika Zyzik. Die diplomierte Kunstmalerin hat es sich zum Ziel gesetzt, zusammen mit Jugendlichen der Region die leeren Wände des Bürgerhauses Wüstensachsen (Gemeinde Ehrenberg) kreativ zu gestalten. Den Themen und Motiven sind dabei keine Grenzen gesetzt; die Jugendlichen bekommen durch die Aktion einen Raum, um ihre Gedanken, Wünsche, Ängste, Idole oder Szenen ihres Alltags und ihrer Heimat abzubilden und für die Zukunft festzuhalten. Nebenbei erfahren die jungen Menschen, wie sich das Leben und Schaffen in einem Atelier gestaltet. Unter fachkundiger Anleitung erhalten sie Einblicke in die Verwendung von Farben, Techniken und verschiedenen Werkzeugen.

Veronika Zyziks Angebot steht allen Jugendlichen unabhängig von sozialem Hintergrund oder finanziellen Voraussetzungen offen. Das Projekt soll zum einen dazu anregen, das Bürgerhaus als Ort für Kunst und Kreativität wahrzunehmen und einen Eindruck der Arbeit eines Künstlers zu gewinnen, andererseits bietet die Aktion die Möglichkeit, die Sommerferien gemeinsam kreativ und produktiv zu nutzen.

 

Gemeinde und Künstlerin – das perfekte Tandem für Kulturelle Bildung

Träger des Projekts „Jung und Kreativ“ ist die 2.600 Einwohner*innen große Gemeinde Ehrenberg. Mit der Teilnahme an LandKulturPerlen möchte Bürgermeister Thomas Schreiner Jugendlichen neue künstlerische Erfahrungen zur ermöglichen, ihnen Sichtbarkeit und Wertschätzung in der Gemeinde zukommen lassen. Um sich künstlerische und pädagogische Fachkompetenz zur Seite zu holen, musste Schreiner nicht in entfernte urbane Zentren gehen. Die Kunstmalerin und Leiterin der „Freien Kunstschule“ in der Kunststation Kleinsassen, Veronika Zyzik ist in der Gemeinde Ehrenberg zu hause. Durch ihre langjährige Tätigkeit an der VHS Fulda und der von ihr ins Leben gerufenen „Freien Kunstschule“ in Kleinsassen, verfügt die Künstlerin über einen großen Erfahrungsschatz in der kreativen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Veronika Zyzik lebt und arbeitet seit 25 Jahren im Atelier 11 in der Gemeinde Ehrenberg.

 

Kooperationspartner

www.zyzik-art.de

www.ehrenberg-rhoen.de

 

 

Bad Wildungen

Ein bunter Stein unter vielen

Ein Mosaik. Kulturhistorisch betrachtet, ein Muster oder Bild, das durch Zusammenfügen von farbigen oder unterschiedlich geformten Teilen entsteht. Eine Gesellschaft. Soziologisch betrachtet, eine durch unterschiedliche Merkmale zusammengefasste, abgegrenzte Anzahl von Personen, die als soziale Akteure miteinander verknüpft leben und (in)direkt interagieren. Gemeinsamkeiten stehen aich beim Projekt „Weltreise mittels Mosaikkunst – Multikultureller Mosaikworkshop als Altstadtinitiative“ im Mittelpunkt. „Bad Wildungen“ weiterlesen

Battenberg

Demografie mal künstlerisch

Viele Gemeinden stehen den Herausforderungen des demografischen Wandels gegenüber: Abwanderung, Geburtenrückgang, steigende Lebenserwartungen, um nur einige Aspekte zu nennen. Frohnhausen, ein ca. 500 Einwohner großes Dorf in der Gemeinde Battenberg (Eder), möchte dabei nicht einfach zu sehen, sondern genau hinschauen und sich künstlerisch mit dem Thema auseinandersetzen. Wer sind wir heute im Dorf? Welche Verbindungen gehen wir ein und was verbindet uns? Welche Altersstrukturen können wir sichtbar machen? „Battenberg“ weiterlesen

Diemelsee

Die Spolie – Vergangenheit und Zukunft

Aufgrund von Materialknappheit wurden in der Architekturgeschichte häufig Beuteteile aus Vorgängerbauten oder Ruinen für den Neubau verwendet. Mit dem Wechsel der ursprünglichen Bestimmung wurden sie zu Spolien. Dies geschah jedoch nicht selten auch aufgrund der Bedeutungsübertragung der alten Bauten auf das neu Entstehende. Den Geist des Alten anpassen und in das Zukünftige implementieren. Was ist gut am Alten und was davon wollen wir mit in die Zukunft nehmen und vor allem unter welchen eigenen Vorstellungen und Wünschen? „Diemelsee“ weiterlesen

Frankenberg

„Kinder machen Kunst“ – und eigentlich noch viel mehr          

Im Zuge des erstmals gemeinsam organisierten Festes „Tag der Begegnung“ am 3. Oktober 2017 stellte sich die Frage, wie die Projektpartner die Veranstaltung bereichern können, um Menschen, trotz Sprachbarrieren oder Hemmschwellen, die Möglichkeit zu geben, sich über ihre Wünsche und Vorstellungen für die Zukunft austauschen zu können. Wie könnte es möglich sein, vor allem die junge Generation, trotz unterschiedlicher Heimatländer näher zusammenzubringen und dabei deutlich zu machen, dass sie viele Gemeinsamkeiten haben? „Frankenberg“ weiterlesen

Frankenberg

Heimatverein stellt sich den Herausforderungen

Es kommen nur noch wenige und dann immer die Gleichen zu den Veranstaltungen. Was können wir tun? Das ist eine Frage, die sich wahrscheinlich schon jeder Veranstalter einmal gestellt hat. Diese Herausforderung kennt auch der Heimat- und Kulturverein Geismar e.V. Aber dessen Mitglieder geben nicht auf und bringen immer wieder Mut und Kraft auf, neue Ideen umzusetzen und außergewöhnliche Wege zu gehen, um Kultur von allen, für alle im Dorf zu gestalten. „Frankenberg“ weiterlesen

Korbach

Stuhlkunst / Kunststuhl

Vier Beine, ein Sitz, eine Lehne – der Stuhl. Das alltägliche Objekt bietet neben der reinen Funktion des erhöhten Sitzens viele kulturhistorische Bezüge und Interpretationsmöglichkeiten. Der Stuhl kann als Statussymbol fungieren, beispielsweise als Thron oder „Chefsessel“ und übermittelt dadurch unausgesprochene Botschaften über den Sitzenden. Aber er kann auch symbolisch für den Platz gedeutet werden, den man einnimmt. In der Aufstellung und der Formensprache vieler Stühle kann er sinnbildlich für gesellschaftliche Konstruktionen stehen: Nähe und Distanz, Vielfalt oder Monotonie, Gemeinschaft und Demokratie durch den Stuhlkreis. „Korbach“ weiterlesen

Waldeck

Vom Metzgerladen zum Kulturraum – die Hands-on-Mentalität

An Orten, an denen es nicht die Möglichkeit gibt ein Angebot um die Ecke zu nutzen, weil es keine Angebote gibt, werden viele Menschen selbst aktiv. Das ist auch eine der Stärke des ländlichen Raums. Dort wo es keine Optionen gibt, haben die Menschen das Angebot selbst geschaffen – es gibt den Wunsch gemeinsam Musik zu machen – dann gründetet man einen Chor; man möchte Theaterspielen aber zum nächsten Theaterhaus sind es 35km – also initiierte man eine örtliche Theatergruppe. Heute nennt man das Hands-on-Mentalität. Und die beweist Musiker Bill Sauer auch mit seinem LandKulturPerlen-Projekt „Runter vom Sofa“. „Waldeck“ weiterlesen