Musikbund Vorderrhön – Gipfeltreffen der Nachwuchsbetreuer der Musikvereine zur Konzeption einer Kultur-Perlenkette im Hessischen Kegelspiel

Dem Nachwuchs Raum für eigene Ideen geben und sie die Zukunft der Blasmusik mitgestalten lassen – ein Erfolgsfaktor

Nachwuchsmangel ist eine Herausforderung zahlreicher Vereine der Breitenkultur. Zahlreiche und erreichbare Angebote finden im Umfeld statt oder sind durch das Internet überall und stetig vorhanden. Warum also noch im eigenen Ort ein Blasinstrument spielen? Dieser und weitere Fragen stellt sich das „Gipfeltreffen der Nachwuchsbetreuer der Musikvereine zur Konzeption einer Kultur-Perlenkette im Hessischen Kegelspiel“ und sucht nach Lösungen.

An einem gemeinsamen Workshoptag treffen die Nachwuchsbetreuer von sechs Musikvereinen zusammen und erarbeiten Bausteine, um wieder das Bewusstsein schaffen, dass Musikkultur in der Region einen hohen Stand hat und Identität stiftet. Dabei wird zunächst diskutiert, wo die einzelnen Vereine momentan stehen und wie ihre Strukturen auch mit externen Partnern erweitert und vernetzt werden können. Daraus soll abgeleitet werden wie konkrete, gemeinsame Ideen für die zukünftige Nachwuchsarbeit unter der Überschrift „Kulturperlenkette“ umgesetzt werden können. Des Weiteren ist ein Kernziel, junge Führungspersonen in den Vereinen durch Vernetzung zu stärken und zu erhalten. Die Präsentation der Ergebnisse am Ende unterliegt einem generationsübergreifendem Feedback durch alle aktiven Vereinsmitglieder und somit deren Anerkennung des Engagements ihres musikalischen Nachwuchses. Das LandKulturPerlen-Projekt kann es schaffen, neue Strukturen und Impulse zu etablieren und somit nachhaltig zu wirken.

 

Der Musikbund Vorderrhön

Der Projektträger, der Musikverbund Vorderrhön, setzt sich aus sechs Musikvereinen der Dörfer Wölf, Eiterfeld, Ufhausen, Großentaft, Mackenzell, Dammersbach zusammen. Der Verbund hat sich zum Ziel gemacht, Blasmusikkultur zu stärken. Teil ihrer Arbeit ist es, jährlich ein gemeinsames Konzertprogramm zu präsentieren. Im Musikverbund werden darüber hinaus kontinuierlich Kompetenzen ausgetauscht und erweitert sowie die Sichtbarkeit der Musiktradition erhöht und diese als Identitätsträger gestärkt.

 

Termin: 18. August 2018

Kooperationspartner:
Musikverbund Vorderrhön
Musikverein Wölf https://workmv.jimdo.com/
Musikverein Eiterfeld
Musikcorps Ufhausen e.V. https://www.musikcorps-ufhausen.de/
Trachtenkapelle Grossentaft http://trachtenkapelle-grossentaft.de/
Bläserchor Tonica Mackenzell e.V. http://www.tonica-mackenzell.de/
Dammersbacher Blaskapelle e.V. http://www.dammersbacher-blaskapelle.de/

 

Künzell – Vorstellung des neuen Kleinkunsttheaters „KulturZeitRaum“ auf dem Florenberg auf dem Florafest

Denkmalschutz und Kulturelles Engagement – eine gute Kombination

Leerstehende Gebäude und verfallende Denkmäler gehören im ländlichen Raum leider häufig zum vorherrschenden Bild. Gerade die Ortskerne und Altorte sind oft von Verfall und Leerstand betroffen. Dass dieser Leerstand nicht ungenutzt bleiben muss und im besten Fall sogar mit lebendigem kulturellen Engagement gefüllt werden kann, beweisen die Initiatoren des Kleinkunsttheaters „KulturZeitRaum“ der Gemeinde Künzell. Unter großem persönlichen Einsatz haben die ehrenamtlichen Mitglieder des Förderkreises Florenberg e. V. eine alte Scheune in eine Kleinkunstbühne verwandelt, die in Zukunft für kulturelle Projekte aller Art genutzt werden kann.

Die Vorstellung des neuen Kleinkunsttheaters, das fortan unter dem Namen „KulturZeitRaum“ für kulturelle Vielfalt in der Gemeinde stehen wird, erfolgte beim alljährlichen Florafest auf dem Florenberg. Um einen Vorgeschmack auf künftige Veranstaltungen und gleichzeitig einen Einblick in die Bandbreite des darstellenden Spiels zu geben, wurden Theaterworkshops für Kinder, Jugendliche und Erwachsene veranstaltet. Für die Jüngsten, unter 6-Jahren, stand das Gestalten von Requisiten auf dem Programm, welche anschließend für die Umsetzung eines Theaterstücks genutzt wurden. Die älteren Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen wurden derweil in die Grundlagen des Schwarzlichttheaters eingeführt und erarbeiteten gemeinsam ein kurzes Stück, das am Ende und gleichsam Höhepunkt des Fests den anwesenden Gästen präsentiert wurde. Auf diese Weise konnten die Beteiligten ihre Begeisterung für das Theaterspielen entdecken und gleichzeitig wurde das neue Kleinkunsttheater würdig eröffnet und potenziellen zukünftigen Besuchern präsentiert.

 

Förderverein Florenberg e. V. – heimatverbunden und offen für Kultur

Der Förderverein Florenberg e. V. widmet sich seit vielen Jahren dem Erhalt und Ausbau einer mittelalterlichen Anlage bestehend aus Kirche und angrenzendem Pfarr- und Schulhaus sowie einem Backhaus auf dem Florenberg. Neben den denkmalpflegerischen Tätigkeiten vermittelten Mitglieder des Vereins in den vergangenen Jahren hunderten von Interessierten Informationen über die historische Anlage. Da ein Teil der Mitglieder über langjährige Bühnenerfahrung in der örtlichen Theatergruppe verfügen, entstand der Wunsch, einen Teil des Areals als Kleinkunstbühne auszubauen und so für eine Belebung der kulturellen Landschaft zu sorgen.

 

Termine: Florafest am 29.07.2018 auf dem Florenberg

Kooperationspartner
Förderverein Florenberg: www.foerderverein-florenberg.de
Gemeinde Künzell: https://www.kuenzell.de/

Jugendmusiknetzwerk im Hessischen Kegelspiel e.V. – „ChorLabor“

Junge Talente – erfolgreiche Zukunft

Eine bis jetzt wenig beachtete Herausforderung der Kulturellen Bildung im ländlichen Raum ist die Professionalisierung des Nachwuchses. Was passiert, wenn alle Kurse in der regionalen Musikschule besucht wurden, wenn das Schulorchester endet und der örtliche Musikverein zwar noch wertvolle Gemeinschaft bietet, aber man selbst ein höheres musikalisches Niveau erreicht hat? Meist wandern die ambitionierten Nachwuchsmusiker mit ihrem Können und ihrem Engagement ab und sind für die regionalen Strukturen verloren. Dem will das Projekt „ChorLabor“ etwas entgegensetzten.

 

Unter dem Motto „ChorLabor“ werden junge Profis und Interessierte eingeladen, vor Ort neue Impulse zu erhalten und sich musikalisch weiter zu entwickeln. Während zwei Chor-Workshops wird den Teilnehmer*innen die Jazz Stilistik in Chören am Beispiel von Titeln zur Oper „Porgy and Bess“ vermittelt. Hierfür wird Jazzprofessor John Hondorp die Workshops leiten, deren Ergebnisse im Jugendkonzert „Winds, Strings & Voices“ mit parallel stattfindenden Orchester- und BigBand Projekten zusammenhängend auf die Bühne gebracht werden.

Durch das LandKulturPerlen-Projekt sollen Jugendlichen neue Zugänge zu anderen Musikrichtungen und Arbeitsweisen ermöglicht, die musizierende Jugend der Region stärker vernetzen und darüber hinaus der Überalterung von traditionellen Chören der Region entgegengewirkt werden.

 

Das Jugendmusiknetzwerk im Hessischen Kegelspiel e.V.

Der Förderverein setzt sich dafür ein, dass musikalische Talente und Gruppen der Region Fulda, nach dem Durchlaufen von nachhaltigen Ausbildungswegen ihre Fähigkeiten in vielfältigen und anspruchsvollen musikalischen Projekten und Konzerten anwenden können und somit musikalische Impulse sowohl für die eigene Entwicklung als auch für die vielen Vereine der Region erzeugen.

 

Termine: Workshop: 16. September und 20. Oktober 2018 // Konzert: 21. Oktober 2018

Kooperationspartner:
Jugendmusiknetzwerk im Hessischen Kegelspiel e.V.
Konzert: Winds, Strings & Voices 2018

 

Gersfeld – Aus Kunst wird Musik, daraus wieder Kunst – Generationen treffen sich

Inspiration durch Musik und Gemälde 

Musik inspiriert und regt den Geist an. Je nach musikalischer Gattung, Stil, Tonart, Klangfarbe, Rhythmus und Lautstärke werden verschiedene Emotionen angesprochen und innere Bilder und Wahrnehmungen erzeugt. Dieses innere Erleben macht das Konsumieren von Musik für viele Menschen zu einem besonderen Genuss. Das Projekt „Aus Kunst wird Musik, daraus wieder Kunst“ der Stadtkapelle Gersfeld e.V. macht sich diese Qualität von Musik ebenso zunutze wie die wechselseitige Inspirationsfähigkeit von Musik und Bildender Kunst.

Die Idee für das generationenübergreifende Projekt entstand aus der Gegebenheit heraus, dass einige Musiker*innen der Gersfelder Stadtkapelle zugleich Teil einer Maler*innengruppe um die Künstlerin Brigitte Schüßler sind und sich somit auf zwei künstlerischen Gebieten zugleich betätigen. Diese Überschneidung soll nun für ein Kunstprojekt genutzt werden, bei dem aus Bildern Musik entsteht, die wiederum in Bildern verarbeitet wird. In einem ersten Schritt wählen die Künstler*innen der Stadtkapelle hierzu einige Gemälde aus ihrem Repertoire aus, die sie als besonders ausdrucksstark wahrnehmen und mit denen sie intensive Emotionen verbinden. Diese Gemälde dienen dem studierten Komponisten Yannik Helm als Inspiration für Musikstücke, die den Charakter und Ausdruck der Bilder spiegeln. Im Rahmen einer musikalisch begleiteten Ausstellung werden sowohl Bilder als auch Kompositionen der Öffentlichkeit und insbesondere den Kindern im Kindergarten- und Grundschulalter vor Ort präsentiert. Die Kinder wiederum sind in einem weiteren Schritt dazu eingeladen, sich von der Musik zu eigener künstlerischer Tätigkeit anregen zu lassen, sodass zuletzt aus der Musik wieder Gemälde entstehen.

 

Musikverein, Künstlerin und Komponist – ein starkes Bündnis für Kultur

Für die Umsetzung des Projekts „Aus Kunst wird Musik, daraus wieder Kunst“ kooperiert die Stadtkapelle Gersfeld mit dem in Nüsttal aufgewachsenen studierten Komponisten und Musikpädagogen Yannik Helm, dessen Hauptarbeitsbereich sich in der Region Fulda befindet. Die künstlerische Anleitung bei der Umsetzung der Musik in Gemälde übernimmt die Diplom-Kunstpädagogin und Mitglied des Kunstvereins Fulda, Brigitte Schüssler.

 

Termine: 21.10.2018, 15 Uhr Kunstgalerie Gersfeld: Vernissage mit musikalischen Kompositionen

Kooperationspartner

Yannik Helm – Komponist
Stadtkapelle Gersfeld
Brigitte Schüßler – Künstlerin
Gemeinde Gersfeld: www.gersfeld.de
Grundschule/Rhönschule/Kindergarten

Ehrenberg – Jung und Kreativ

Jugendliche Wünsche – Kunst als Sprachrohr

Welche Voraussetzungen braucht Kunst im öffentlichen Raum? Gute Ideen, unterstützende Gemeinden, junge Menschen und leere Wände reichen aus, findet Veronika Zyzik. Die diplomierte Kunstmalerin hat es sich zum Ziel gesetzt, zusammen mit Jugendlichen der Region die leeren Wände des Bürgerhauses Wüstensachsen (Gemeinde Ehrenberg) kreativ zu gestalten. Den Themen und Motiven sind dabei keine Grenzen gesetzt; die Jugendlichen bekommen durch die Aktion einen Raum, um ihre Gedanken, Wünsche, Ängste, Idole oder Szenen ihres Alltags und ihrer Heimat abzubilden und für die Zukunft festzuhalten. Nebenbei erfahren die jungen Menschen, wie sich das Leben und Schaffen in einem Atelier gestaltet. Unter fachkundiger Anleitung erhalten sie Einblicke in die Verwendung von Farben, Techniken und verschiedenen Werkzeugen.

Veronika Zyziks Angebot steht allen Jugendlichen unabhängig von sozialem Hintergrund oder finanziellen Voraussetzungen offen. Das Projekt soll zum einen dazu anregen, das Bürgerhaus als Ort für Kunst und Kreativität wahrzunehmen und einen Eindruck der Arbeit eines Künstlers zu gewinnen, andererseits bietet die Aktion die Möglichkeit, die Sommerferien gemeinsam kreativ und produktiv zu nutzen.

 

Gemeinde und Künstlerin – das perfekte Tandem für Kulturelle Bildung

Träger des Projekts „Jung und Kreativ“ ist die 2.600 Einwohner*innen große Gemeinde Ehrenberg. Mit der Teilnahme an LandKulturPerlen möchte Bürgermeister Thomas Schreiner Jugendlichen neue künstlerische Erfahrungen zur ermöglichen, ihnen Sichtbarkeit und Wertschätzung in der Gemeinde zukommen lassen. Um sich künstlerische und pädagogische Fachkompetenz zur Seite zu holen, musste Schreiner nicht in entfernte urbane Zentren gehen. Die Kunstmalerin und Leiterin der „Freien Kunstschule“ in der Kunststation Kleinsassen, Veronika Zyzik ist in der Gemeinde Ehrenberg zu hause. Durch ihre langjährige Tätigkeit an der VHS Fulda und der von ihr ins Leben gerufenen „Freien Kunstschule“ in Kleinsassen, verfügt die Künstlerin über einen großen Erfahrungsschatz in der kreativen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Veronika Zyzik lebt und arbeitet seit 25 Jahren im Atelier 11 in der Gemeinde Ehrenberg.

 

Kooperationspartner

www.zyzik-art.de

www.ehrenberg-rhoen.de

 

 

Ebersburg – Sonne, Mond und Sterne

Zirkusträume im Nachmittagsangebot

Waghalsige Artisten im Trapez, schier unbegrenzt bewegliche Schlangenmenschen, Clowns mit weißen Gesichtern und roter Nase – für viele Menschen gehört der Zirkus zu einer der Kindheitserinnerungen schlechthin. Einmal in die Rolle eines Clowns zu schlüpfen, sich an den verschiedenen Möglichkeiten der Jonglage zu versuchen oder Teil einer menschlichen Pyramide zu werden, diese und andere spannende Angebote stehen Grundschulkindern aus der Gemeinde Ebersburg nach den Sommerferien in der offenen Nachmittagsbetreuung zur Verfügung.

Im Rahmen des von LandKulturPerlen geförderten Projekts „Sonne, Mond und Sterne“ entsteht unter professioneller Anleitung ein zirzensisches Theaterstück, das sich mithilfe von Artistik und Tanz, Musik und Rhythmus, Pantomime und Jonglage, Improvisation und Rollenspiel kreativ mit den vier Elementen sowie den vier menschlichen Temperamenten auseinandersetzt. Das Angebot richtet sich an Kinder mit und ohne Behinderung und soll den ihnen neben einer Erprobung und Schulung der eigenen Sinne zu einer intensiveren Selbstwahrnehmung sowie der Festigung des Selbstvertrauens und der eigenen Ausstrahlung verhelfen. Am Ende des mehrwöchigen Nachmittagsangebots steht die Aufführung des erarbeiteten Stücks beim ersten Fest der Nachhaltigkeit in Thalau.

 

Familienzentrum Ebersburg – Einsatz für soziale Nachhaltigkeit und Inklusion

Das Familienzentrum Ebersburg ist als starker Akteur für Familienfreundlichkeit, soziale Gerechtigkeit und Inklusion von der Kindertagesstätte an ein geradezu prädestinierter Träger für das Projekt „Sonne, Mond und Sterne“. Das Angebot richtet sich an alle Kinder im Grundschulalter unabhängig von sozialem Hintergrund oder körperlichen Möglichkeiten.

 

Termine: 1. Fest der Nachhaltigkeit, 9. September 2018 in Thalau

 

Kooperationspartner:

http://www.ebersburg.de/de/familienzentrum.html

http://www.kaspar-gaya.com/