Ebersburg – Es singt und klingt zur Weihnachtszeit

Musizieren mit allen Generationen

Kaum ein Klang ist so ergreifend, wie der einer singenden menschlichen Stimme. Die Verschiedenheit der Klangfarben und -intensitäten ist dabei so groß wie die Vielfalt der Menschen selbst. Wer Erfahrung im Chorsingen hat, kennt das erhebende Gefühl, die eigene Stimme in Harmonie und Verflechtung mit anderen Stimmen zu erleben und das Erstaunen darüber, welch vollen und wohltönenden Klang bereits einige wenige Sänger gemeinsam erzeugen können. Je vielfältiger die Stimmen – jung und alt, männlich und weiblich, hell und fein wie die Soprane oder voll und weich wie die Bässe – desto satter und vollmundiger der Klang. Gerade diese Vielfalt ist in Gesangvereinen und Kirchenchören im ländlichen Raum häufig nicht mehr selbstverständlich gegeben. Zum bekannten Ungleichgewicht von männlichen und weiblichen Chorsänger*innen gesellen sich oft die Herausforderungen des demographischen Wandels, der auch vor der Musik keinen Halt macht. Die Bevölkerung auf den Dörfern wird im Schnitt immer älter und die Kinder und Jugendlichen sind oft so in ihren Schulalltag eingebunden, dass private musikalische Betätigung hintenansteht. „Ebersburg – Es singt und klingt zur Weihnachtszeit“ weiterlesen

Rasdorf – „Kinder erleben ihren Heimatort“

Dorfrundgang (Foto:Möller)

Dorfbekanntes durch die Augen von Kindern sehen

Die kindliche Wahrnehmung unterscheidet sich oft erheblich von der Weltsicht Erwachsener. Viele Kinder haben das Talent, durch unvorhergesehene Fragen oder Feststellungen über ihre Umwelt, das scheinbar Bekannte mit einem Schlag in Frage zu stellen. Warum sind die Dinge wie sie sind? Und könnten sie nicht auch ganz anders sein? Um einen Ort, einen Sachverhalt oder das Gegenüber neu und verändert zu erleben, lohnt es sich daher, die Dinge durch die Augen von Kindern zu betrachten. Als Erwachsener ist es jedoch schwer, die neugierig-forschende Grundhaltung der Kinder einzunehmen, da der Blick allzu oft verstellt ist durch Erfahrungen, Vorurteile oder schlicht Gewohnheiten des Sehens und Erlebens. Wer seine Wahrnehmung der Welt öffnen und verändern möchte, der sollte also schlicht die Kinder fragen. „Rasdorf – „Kinder erleben ihren Heimatort““ weiterlesen

Nüsttal – Dorf trifft Kunst

Der Jugend Räume eröffnen

Der ländliche Raum hat in den letzten Jahrzehnten häufig mit Negativschlagzeilen von sich reden gemacht. Landflucht, Leerstand, Überalterung und Radikalisierung sind Schlagworte, die Landräten und Bürgermeistern aller Orten den Schweiß auf die Stirn treiben. Um das Land lebenswert zu gestalten, braucht es Initiative und neue Wege des Denkens und Handelns. Wenn verschiedene Gruppen mit unterschiedlichen Ideen an einem Tisch zusammenkommen, kann daraus eine Zukunft für ländliche Regionen erwachsen, die geprägt ist von sozialer Nähe, einem fairen und offenen Miteinander und einer positiven Identifikation mit dem umgebenden Lebensraum, der „Heimat“, in einem offenen und inklusiven Verständnis des Begriffs. Kunst und Kultur kann dabei zu einem Ansatz und Angelpunkt für gemeinsames Tun und Gestalten werden. „Nüsttal – Dorf trifft Kunst“ weiterlesen

Kalbach – „Der Seelenvogel“ – ein philosophisch-künstlerisches Literaturprojekt für Kinder und Jugendliche

Komplexe Themen sind auch für junge Menschen greifbar – auf die Vermittlung kommt es an

„Tief, tief in uns wohnt die Seele. Noch nie hat sie jemand gesehen, aber jeder weiß, dass es sie gibt.“ Die Erzählung von Michael Snunit und Na’ama Golomb handelt von einem Vogel. Ein Vogel, der in der Seelen-Mitte wohnt, er steht auf einem Bein und ist der Seelenvogel. Dieser kleine Vogel öffnet in und die verschiedenen Schubladen der Emotionen. Durch das Öffnen werden traurig, eifersüchtig, freudig oder versöhnlich. Damit schafft es das Buch, vor allem jungen Leser*innen die Möglichkeit zu geben, sich eine bildliche Vorstellung für den Auslöser unserer Emotionen zu machen. Aus dem hebräischen wurde das Buch bereits in über 25 Sprachen übersetzt. In der Verknüpfung der Thematik des Buches mit dem Ort der Synagoge in Heubach und den Menschen, die hier einst lernten und beteten, soll den Kindern im LandKulturPerlen-Projekt ein Zugang zu dem Ort  gewährt werden, der sie auf ganzheitliche Art und Weise die Synagoge als Teil ihrer eigenen Geschichte und Kultur nachhaltig begreifen lässt. „Kalbach – „Der Seelenvogel“ – ein philosophisch-künstlerisches Literaturprojekt für Kinder und Jugendliche“ weiterlesen

Hosenfeld – Inklusives Mini-Musical

Das Mini-Musical (Foto: Ebert)

 Musical als Gemeinschaftserlebnis

Wer kennt sie nicht, die berühmten Ohrwürmer bekannter Musicals wie Cats, Tanz der Vampire, Mamma Mia oder König der Löwen? Kaum einer, der einmal einen Musicalabend erlebt hat, kann sich der Faszination entziehen. Gesang und Tanz, aber auch die oft aufwändige Kostümierung, Maske und Bühnenausstattung machen einen Musicalbesuch zu einer einprägsamen Erfahrung mit Suchtfaktor. Einmal zu singen und zu tanzen wie die Darsteller der beliebten Kassenschlager ist der Wunsch vieler Menschen, was nicht zuletzt die zahlreichen Gesangs- und Tanzangebote städtischer Einrichtungen belegen. Auf dem Land dagegen sind die Möglichkeiten eher rar gesät. „Hosenfeld – Inklusives Mini-Musical“ weiterlesen

Hofbieber – Unterwegs – Wege, Wegzeichen, Weggefährten, Wegzehrungen

Mobilität künstlerisch umgesetzt

In der Diskussion um gleichwertige Lebensverhältnisse hinsichtlich des Lebens in der Stadt und auf dem Land spielt der Aspekt der Mobilität eine stetige Rolle. Diesem Thema widmet sich auch die Herbstausstellungen der Kunststation Kleinsassen e.V. Aber nicht nur die Betrachtung der Exponate soll die Interessierten auffordern über Beweglichkeit nach zu denken, vielmehr sollen im LandKulturPerlen-Projekt „Unterwegs – Wege, Wegzeichen, Weggefährten, Wegzehrung“ Menschen aller Altersgruppen aus dem Umkreis der Kunststation eingeladen werden, sich künstlerisch mit Aspekten der Mobilität auseinander zu setzten.

Künstler*innen leiten Workshops zur Vermittlung von Methoden, beispielsweise der Sparten Malerei, Zeichnung, Druckgrafik, Collage oder Töpferkunst. Ziel ist es, Menschen der Region zu aktiver Partizipation an den Möglichkeiten der Kunststation zu motivieren und dadurch gleichzeitig auf die weiteren und vielfältigen Aktivitäten des Vereins aufmerksam zu machen. Darüber hinaus kann durch den Austausch mit Künstler*innen die eigene künstlerische Tätigkeit weiterentwickelt werden. Da die Workshops parallel stattfinden, sind im Arbeitsprozess gegenseitige, kreative Anregungen möglich, die über Altersgrenzen hinweg wirken. Am Ende des Projektes werden ausgewählte Werke in einer kleinen Sonderausstellung präsentiert.

 

Kunststation Kleinsassen e.V. – Anker für Kulturelle Bildung

Die Kunststation Kleinsassen e.V. bietet Raum für Kultur- und Kunstschaffende aus der Region sowie internationale künstlerische Begegnungen, sodass eine regionale und internationale Vernetzung der Kulturlandschaft stattfindet. Jungen Künstler*innen bietet die Kunststation die Möglichkeit zu experimentieren und sich zu etablieren. Im Ausstellungshaus finden jedoch nicht nur mehrmals jährlich wechselnde Ausstellungen, Konzerte und Lesungen statt. Fest verankert ist auch die Kunstschule sowie weitere Workshopangebote, die kontinuierlich Kulturelle Bildung für alle Zielgruppen ermöglicht.

 

Kooperationspartner:

Kunststation Kleinsassen e.V. http://www.kleinsassen.de/

Biebertalschule https://www.biebertalschule.de/

 

Großenlüder – Erzähltage in Kindertagesstätten

Geschichten öffnen Welten

„Erzählst du mir noch eine Geschichte?“ lautet vielerorts der Auftakt zu einem bekannten Ritual vor dem Zubettgehen. Während des Erzählens oder Vorlesens von Geschichten tauchen Kinder in fremde Welten ein, erleben mit den Held*innen Abenteuer und entschwinden dabei, so der Wunsch der Eltern, sanft in den Schlaf. Noch immer ist das Hören von Geschichten fester Bestandteil vieler Kindheiten und dient vor allem der Entspannung, Unterhaltung und Anregung des Geistes und der Fantasie.

Doch auch Kinder erfinden Geschichten, wenn sie spielen und sich ganz in ihrer Welt befinden. Diese Geschichten zu erzählen und so die kindliche Lebenswirklichkeit in Sprache zu kleiden und auszudrücken will gelernt sein. Das Erzählen einer zusammenhängenden und fesselnden Geschichte ist eine Kunst, die schon seit Menschengedenken von professionellen Geschichtenerzählern gepflegt und weiterentwickelt wird. So waren beispielsweise die Grimm’schen Märchen vor ihrer Niederschreibung durch Jacob und Wilhelm Grimm viel erzählte und in der Bevölkerung weit verbreitete Geschichten. Damals wie heute gilt: die richtige Komposition des Spannungsbogens ist für eine gute Geschichte ebenso wichtig wie die Wortwahl oder der ansprechende Vortrag.

Das Erzählen zu kultivieren und den Kindern und ihrer Wahrnehmung der Welt eine Stimme zu verleihen, ist Ziel des Projekts „Erzähltage in Kindertagesstätten“ der Bürgerstiftung Großenlüder. Unter Anleitung und Vorbild von den zwei professionellen Erzählerinnen Heike Münker und Gudrun Rathke werden die 2-6-jährigen kindgerecht und spielerisch dazu angeregt, aufmerksam zuzuhören und in einem weiteren Schritt eigene Geschichten zu erfinden. So wurden in der Kindertagesstätte „Kinderarche Kunterbunt“ in Bimbach und der Kindertagesstätte „Haberswiesen“ in Großenlüder neben der kindlichen Kreativität und Imaginationskraft auch durch Mitmachgeschichten die Hör- und Sprachkompetenz der Kinder geschult und eine gute Grundlage für die spätere Kommunikationsfähigkeit gelegt, denn: wer spannend zu erzählen weiß, dem hört man gerne zu.

 

Vom Lesen und Hören – Die Bürgerstiftung Großenlüder

Die 2010 gegründete Bürgerstiftung Großenlüder ist ein Zusammenschluss von Bürger*innen, Vereinen und Unternehmen. Unter Einsatz von Zeit, Ideen und Spenden realisiert die Stiftung verschiedene Projekte, die die Lebensqualität der Menschen in der Region verbessern oder erhalten sollen. Die Unterstützung reicht dabei von klassischer Kinder-, Jugend- und Altenhilfe über Naturschutz- und Kulturprojekte. Schon seit Beginn der Stiftungsarbeit ist die Leseförderung dabei ein Schwerpunkt, der durch die Teilnahme an Vorlesetagen oder das Betreuen von Bücherschränken realisiert wird.

 

Kooperationspartner:

http://buergerstiftung-grossenlueder.de/

https://www.grossenlueder.de/

 

Bad Salzschlirf – Zeitreise: Wandeln und Wandel eines Kurortes. Bürger*innen kuratieren ihre Stadtgeschichte

Blüte und Niedergang des Kurtourismus

Kuren und Aufenthalte in Sanatorien genossen um 1900 einen regelrechten Kultstatus. Das gut betuchte Großbürgertum reiste zur Erholung und zur Sommerfrische regelmäßig in die großen europäischen Kurstätten, um sich bei Trinkkuren, Wassertreten á la Sebastian Kneipp und Licht-Luft-Bädern in idyllischer Umgebung von den Anforderungen des modernen Lebens in den stetig wachsenden Großstädten zu erholen. Gleichzeitig dienten die Kurorte als Treffpunkte des gesellschaftlichen Lebens. In ortsansässigen Kasinos und Salons versammelte sich die „bessere Gesellschaft“ zu Spiel, Unterhaltung und Zerstreuung vom Alltag.

Seit dem Niedergang dieser Blütezeit des Bädertourismus kämpfen viele Kurorte um Gäste und ein neues Image. In vielen Fällen konnte in gewisser Weise an die Tradition angeschlossen werden, indem sich moderne Rehabilitationskliniken ansiedelten. Eine Folge dieser Entwicklung ist jedoch zum Teil die Verödung und der Verfall der Altorte sowie eine schleichende Veränderung der Bevölkerung hin zu beinahe ausschließlichen „Seniorenresidenzen“.

Der Verein „Kunst & Kultur aktiv“ des Kurorts Bad Salzschlirf will in seinem Projekt „Zeitreise – Wandeln und Wandel eines Kurortes“ diesen Veränderungen am konkreten Beispiel nachspüren. Mit Hilfe von Fotografien und Gemälden aus unterschiedlichen Jahrzehnten und Jahrhunderten soll die Veränderung des Ortsbildes ganz konkret nachvollzogen werden. An den Originalschauplätzen sollen die alten Fotografien, die auf große Schilder aufgezogen wurden, die Wandlung eines Gebäudes, Denkmals, einer Perspektive oder eines Straßenzugs sichtbar machen. Die Einwohner von Bad Salzschlirf sind dazu eingeladen, ihre alten Fotografien einzureichen und anschließend ihren Heimatort auf ganz neue Art und Weise zu erleben

 

Kunst & Kultur aktiv e.V. – kulturelle Impulse für Bad Salzschlirf

Seit vielen Jahren liefert der Verein Kunst & Kultur aktiv e.V. wertvolle Impulse für die Kulturarbeit in Bad Salzschlirf. Zentraler Ankerpunkt des Vereins ist der Kulturbahnhof, in dem regelmäßig Workshops und Vorträge zum Thema Malerei stattfinden. Bei Bahnhofsfesten und Ausstellungen kommen die Kreativen der Region zusammen, sodass der Kulturbahnhof Raum bietet für Austausch und geselliges Miteinander von Kunstinteressierten.

 

Kooperationspartner

http://www.kukaktiv.de/

http://www.badsalzschlirf.de

 

Eichenzell – Vielfalt ist bunt: Für eine farbenfrohe Mitwelt

Soziale und ökologische Nachhaltigkeit ganz praktisch

Mosaikplatte (Foto:Böhm)

Der Begriff der “Nachhaltigkeit” hat sich, so scheint es, in den vergangen Jahren zu einem regelrechten Modewort entwickelt. Unter dem Siegel der Nachhaltigkeit sollen Produkte gekauft, Häuser gebaut und ferne Länder bereist werden. Die Bedeutung des Begriffs hat dabei zunehmend an Schärfe verloren. Nachhaltigkeit im Sinne des Wortes meint zunächst ein Handeln, das zusätzlich zu aktuellen Fragen und Problemstellungen auch immer eine Zukunftsperspektive miteinschließt. Nachhaltiges Handeln bedeutet demnach, so zu verfahren, dass weder die eigene noch kommende Generationen Schaden davontragen; im besten Falle sogar von den Resultaten des Handelns profitieren können. Nachhaltigkeit kann demnach verschiedene Bereiche und Dimensionen umfassen, wie Ökologie, Soziales oder Politik. „Eichenzell – Vielfalt ist bunt: Für eine farbenfrohe Mitwelt“ weiterlesen

Poppenhausen – Den Bäumen Gesichter geben

Natur erwacht zum Leben

Wer mit offenen Augen durch den Wald streift, kann wundersame Dinge entdecken: blitzförmig ragen Äste in den Himmel und Moos zieht sich wie ein weiches Kissen über Baumstümpfe und Steine. Rot und gelb belaubte Herbstbäume werden im Sonnenlicht zu vielzüngigen Feuersbrünsten und in klaren Waldweihern wogen Algen wie Nixenhaar. Vielleicht blickt beim Betrachten knorziger Astlöcher und wild zerfurchter Rinde sogar plötzlich ein Augenpaar zurück… Den Blick für die Natur schärfen und gleichzeitig die Phantasie schweifen lassen, um in den natürlich gewachsenen Formen von Bäumen alte und junge, freundliche oder grimmige Gesichter zu entdecken, dies ist die Grundidee des Projekts „Den Bäumen Gesichter geben“ der in Schwarzerden beheimateten Künstlerin Jeanett Rotter. „Poppenhausen – Den Bäumen Gesichter geben“ weiterlesen

Tann – Tanner Bach: Gehet hin durch die Tore

Foto: Manuel Weinen

Ein musikalisches Denkmal für Tanns berühmten Sohn

Gerade in der Weihnachtszeit haben die Kompositionen Johann Sebastian Bachs Hochkonjunktur in Chören und Orchestern. „Jauchzet, frohlocket, auf preiset die Tage“ aus dem berühmten Weihnachtsoratorium Bachs ist für Liebhaber klassischer Musik überall auf der Welt gleichbedeutend mit dem Eintritt in die festlichen Weihnachtstage. Johann Sebastian war mit seiner musikalischen Gabe jedoch keineswegs allein. Über Generationen und Jahrhunderte hinweg prägten die Ahnen und Nachfahren des berühmtesten Sohnes des Bachgeschlechts die musikalische Landschaft Mitteldeutschlands. Die Instrumentalisten und Komponisten lebten und wirkten dabei nicht nur in den historischen Zentren. Als Kantoren oder Organisten prägten die Mitglieder der Familie Bach auch in ländlichen Regionen Deutschlands musikalische Stile und Repertoires. „Tann – Tanner Bach: Gehet hin durch die Tore“ weiterlesen

Poppenhausen – DAS WICHTIGE. Bilder aus der Radierwerkstatt

Die Radierkunst hat nichts mit dem Radiergummi zu tun   

Kraft, Präzession, spiegelverkehrtes Denken und chemisches Verständnis sind nur einige der Kompetenzen, die es bei der Radierung bedarf. Was bei den Werken von Rembrandt und anderen Radier-Künstler*innen so einfach erscheint, ist eine Kunstgattung, die viel handwerkliches Geschick, eine Vielzahl von Werkzeugen und Vorrichtungen benötigt. Kann so etwas überhaupt durch junge Menschen vollbracht werden? JA, sagt Bernd Baldus. Denn, die bis dahin für die meisten Kinder und Jugendliche noch unbekannte Kunstgattung lässt eine unbefangene und experimentierfreudige Herangehensweise zu. „Poppenhausen – DAS WICHTIGE. Bilder aus der Radierwerkstatt“ weiterlesen

Rasdorf – Grenze bei Nacht

Deutsch-deutsche Geschichte vor der Linse

Die bewaldeten Hügel und weiten Wiesen der Rhön sind ein beliebtes Fotomotiv für viele Touristen und Tagesausflügler, die das Mittelgebirge vor allem für seine Ruhe und Beschaulichkeit schätzen. Vor beinahe 30 Jahren war dieser idyllische Landstrich jedoch Schauplatz und gleichsam Kulminationspunkt der deutsch-deutschen Teilung, galt die Region nahe Fulda doch als mögliche Einfallschneise des Ostblocks nach Westen. Diesen Bruch zwischen ländlichem Idyll und ehemaliger Grenzzone mit geschärftem Blick und in ungewöhnlichen Perspektiven fotografisch festzuhalten ist Ziel des Projekts „Grenze bei Nacht“ der Point Alpha Stiftung. „Rasdorf – Grenze bei Nacht“ weiterlesen

Hünfeld – Museum Modern Art – Eine fotografische Entdeckungsreise

Projektergebnis

Neue Perspektiven auf Kunst und Architektur

Ein Perspektivwechsel kann den Blick auf die Welt verändern. Im Alltag ist es oft hilfreich, sich in die Positionen und Gedankenwelten anderer einzufühlen, um ein tieferes Verständnis einer Situation oder eines Sachverhalts zu erlangen. Ein wortwörtlicher Perspektivwechsel kann jedoch auch beim Kunstgenuss oder bei der Erkundung eines Museums völlig neue Blickwinkel eröffnen und eine ästhetisch neue Wahrnehmung des scheinbar bekannten liefern. Werden die gewonnen Eindrücke auf Fotopapier gebannt und in einer Ausstellung präsentiert, führt dies zu einer spannenden neuen Ebene des Erlebens – Museum im Museum und Kunst in der Kunst – die dazu einlädt, dem Auge des Fotografen zu folgen und so selbst im doppelten Sinne die Perspektive zu wechseln.

Projektergebnis

Um Perspektivwechsel zu vollziehen lud das Museum Modern Art Hünfeld die Oberstufenschüler des Wigbertgymnasiums in diesem Herbst in seine Räumlichkeiten ein. Ausgestattet mit Fotoapparaten und einer Einführung in die Kunst der Fotografie durch einen professionellen Fotografen, durften die Jugendlichen in den Ausstellungsräumen sowie dem Außenbereich des Museums selbstständig nach Motiven für ihre Arbeiten suchen. Die ausgestellte Kunst konnte dabei ebenso im Fokus stehen wie das historische Gasometer oder das Ausstellungsgebäude im Jugendstil. Die qualitativ herausragenden Arbeiten dieser kooperativen Aktion wurden in einer anschließenden Ausstellung in den Räumen des Museums präsentiert

 

Vernissage im Gasometer

Museum Modern Art Hünfeld – moderne Kunst in historischer Umgebung

Angesiedelt in einem historischen Gaswerk, dient das Museum Modern Art in Hünfeld seit seiner Gründung 1990 als Präsentationsort der Sammlung seines Gründers Jürgen Blum. Neben der Sammlung Blums, die vor allem aus Werken der Konkreten Kunst besteht, finden in den von Industrieoptik geprägten Räumlichkeiten seit der Wiedereröffnung 2014 regelmäßig Wechselausstellungen von namhaften zeitgenössischen Künstlern statt. Die beiden Leiter des Museums Günter und Peter Liebau veranstalten zudem Kunstwettbewerbe, die die Bekanntheit des Museums steigern konnten. Ein Skulpturengarten im Außenbereich rundet das vielseitige künstlerische Angebot des Museums ab.

 

Kooperationspartner:

www.museum-modern-art.de

www.wigbertschule.de

Burghaun: Future Survival – Zukunft nachhaltig gestalten

Naturerlebnis und ökologische Aufklärung mit allen Sinnen

Dass aktiver Klima- und Umweltschutz heute wichtiger sind denn je, zeigen nicht nur die erschreckenden Zahlen über das weltweite Artensterben oder die Zerstörung von Naturräumen durch den Klimawandel, Wetterextreme oder den Hunger nach natürlichen Ressourcen wie Holz, Torf oder Bodenschätzen. Auch die Unkenntnis der eigenen umgebenden Flora und Fauna lässt hellhörig werden, ist doch das Wissen um die Natur der erste Schritt zu ihrem Schutz. „Burghaun: Future Survival – Zukunft nachhaltig gestalten“ weiterlesen

Hilders – Art `n Vielfalt – Hilders blüht

Streetart oder „eingetopfte“ Kunst im Rhöner Gewand

Kunst ist überall. Wer mit offenen Augen durch die Welt geht, kann an den verschiedensten Orten und in verschiedensten Kontexten Kunst und gelebte Kultur entdecken. Das fantasievolle Graffiti am Straßenrand, das Zusammenspiel von Ästen, Zweigen und Blättern im Wald oder die grafisch aufwändig gestaltete Reklame – all das kann unsere Fantasie anregen und Geist und Seele inspirieren. Gerade in ländlichen Regionen gibt es ausreichend Raum für öffentliche Kunst, der nur darauf wartet mit kreativen Ideen und außergewöhnlichen Aktionen bespielt zu werden. „Hilders – Art `n Vielfalt – Hilders blüht“ weiterlesen

Petersberg – Erstellung von QR-Codes „Burgführungen“

Alte Burggemäuer neu entdeckt

Burggespenster, wackere Ritter und Burgfräulein, deren Herzen mit Hilfe von hoher Minnekunst erobert werden wollen sind beliebte Protagonisten zahlloser literarischer Werke und Formen. Von mittelalterlichen Epen über romantische Schauerliteratur und historische Gegenwartsromane bis hin zu Kinder- und Jugendbüchern ist der meist mittelalterliche Stoff rund um immense Burganlagen ein beliebtes Sujet. Burgen und – in weitaus höherem Maße noch – Burgruinen beflügeln seit jeher unsere Phantasie und regen zur Erfindung von Geschichten mit abenteuerlichem, romantischem oder schauerlichem Inhalt gleichermaßen an. Die historischen Fakten um die verfallenen Adelsresidenzen sind dabei den wenigsten Besuchern in Gänze bekannt und allzu oft fehlt es an geeigneten Quellen für diejenigen, die sich ernstlich mit den realen Umständen der künstlerischen Inspirationsquellen auseinandersetzen wollen. Was also tun? „Petersberg – Erstellung von QR-Codes „Burgführungen““ weiterlesen

Musikbund Vorderrhön – Gipfeltreffen der Nachwuchsbetreuer der Musikvereine zur Konzeption einer Kultur-Perlenkette im Hessischen Kegelspiel

Dem Nachwuchs Raum für eigene Ideen geben und sie die Zukunft der Blasmusik mitgestalten lassen – ein Erfolgsfaktor

Nachwuchsmangel ist eine Herausforderung zahlreicher Vereine der Breitenkultur. Zahlreiche und erreichbare Angebote finden im Umfeld statt oder sind durch das Internet überall und stetig vorhanden. Warum also noch im eigenen Ort ein Blasinstrument spielen? Dieser und weitere Fragen stellt sich das „Gipfeltreffen der Nachwuchsbetreuer der Musikvereine zur Konzeption einer Kultur-Perlenkette im Hessischen Kegelspiel“ und sucht nach Lösungen. „Musikbund Vorderrhön – Gipfeltreffen der Nachwuchsbetreuer der Musikvereine zur Konzeption einer Kultur-Perlenkette im Hessischen Kegelspiel“ weiterlesen

Künzell – Vorstellung des neuen Kleinkunsttheaters „KulturZeitRaum“ auf dem Florenberg auf dem Florafest

Denkmalschutz und Kulturelles Engagement – eine gute Kombination

Leerstehende Gebäude und verfallende Denkmäler gehören im ländlichen Raum leider häufig zum vorherrschenden Bild. Gerade die Ortskerne und Altorte sind oft von Verfall und Leerstand betroffen. Dass dieser Leerstand nicht ungenutzt bleiben muss und im besten Fall sogar mit lebendigem kulturellen Engagement gefüllt werden kann, beweisen die Initiatoren des Kleinkunsttheaters „KulturZeitRaum“ der Gemeinde Künzell. Unter großem persönlichen Einsatz haben die ehrenamtlichen Mitglieder des Förderkreises Florenberg e. V. eine alte Scheune in eine Kleinkunstbühne verwandelt, die in Zukunft für kulturelle Projekte aller Art genutzt werden kann. „Künzell – Vorstellung des neuen Kleinkunsttheaters „KulturZeitRaum“ auf dem Florenberg auf dem Florafest“ weiterlesen

Jugendmusiknetzwerk im Hessischen Kegelspiel e.V. – „ChorLabor“

Junge Talente – erfolgreiche Zukunft

Eine bis jetzt wenig beachtete Herausforderung der Kulturellen Bildung im ländlichen Raum ist die Professionalisierung des Nachwuchses. Was passiert, wenn alle Kurse in der regionalen Musikschule besucht wurden, wenn das Schulorchester endet und der örtliche Musikverein zwar noch wertvolle Gemeinschaft bietet, aber man selbst ein höheres musikalisches Niveau erreicht hat? Meist wandern die ambitionierten Nachwuchsmusiker mit ihrem Können und ihrem Engagement ab und sind für die regionalen Strukturen verloren. Dem will das Projekt „ChorLabor“ etwas entgegensetzten. „Jugendmusiknetzwerk im Hessischen Kegelspiel e.V. – „ChorLabor““ weiterlesen

Gersfeld – Aus Kunst wird Musik, daraus wieder Kunst – Generationen treffen sich

Inspiration durch Musik und Gemälde 

Musik inspiriert und regt den Geist an. Je nach musikalischer Gattung, Stil, Tonart, Klangfarbe, Rhythmus und Lautstärke werden verschiedene Emotionen angesprochen und innere Bilder und Wahrnehmungen erzeugt. Dieses innere Erleben macht das Konsumieren von Musik für viele Menschen zu einem besonderen Genuss. Das Projekt „Aus Kunst wird Musik, daraus wieder Kunst“ der Stadtkapelle Gersfeld e.V. macht sich diese Qualität von Musik ebenso zunutze wie die wechselseitige Inspirationsfähigkeit von Musik und Bildender Kunst. „Gersfeld – Aus Kunst wird Musik, daraus wieder Kunst – Generationen treffen sich“ weiterlesen

Ehrenberg – Jung und Kreativ

Jugendliche Wünsche – Kunst als Sprachrohr

Welche Voraussetzungen braucht Kunst im öffentlichen Raum? Gute Ideen, unterstützende Gemeinden, junge Menschen und leere Wände reichen aus, findet Veronika Zyzik. Die diplomierte Kunstmalerin hat es sich zum Ziel gesetzt, zusammen mit Jugendlichen der Region die leeren Wände des Bürgerhauses Wüstensachsen (Gemeinde Ehrenberg) kreativ zu gestalten. Den Themen und Motiven sind dabei keine Grenzen gesetzt; die Jugendlichen bekommen durch die Aktion einen Raum, um ihre Gedanken, Wünsche, Ängste, Idole oder Szenen ihres Alltags und ihrer Heimat abzubilden und für die Zukunft festzuhalten. Nebenbei erfahren die jungen Menschen, wie sich das Leben und Schaffen in einem Atelier gestaltet. Unter fachkundiger Anleitung erhalten sie Einblicke in die Verwendung von Farben, Techniken und verschiedenen Werkzeugen. „Ehrenberg – Jung und Kreativ“ weiterlesen

Ebersburg – Sonne, Mond und Sterne

Zirkusträume im Nachmittagsangebot

Waghalsige Artisten im Trapez, schier unbegrenzt bewegliche Schlangenmenschen, Clowns mit weißen Gesichtern und roter Nase – für viele Menschen gehört der Zirkus zu einer der Kindheitserinnerungen schlechthin. Einmal in die Rolle eines Clowns zu schlüpfen, sich an den verschiedenen Möglichkeiten der Jonglage zu versuchen oder Teil einer menschlichen Pyramide zu werden, diese und andere spannende Angebote stehen Grundschulkindern aus der Gemeinde Ebersburg nach den Sommerferien in der offenen Nachmittagsbetreuung zur Verfügung. „Ebersburg – Sonne, Mond und Sterne“ weiterlesen