Schauenburg – Grimmsche Märchen als Grafic Novel

Die junge Marie und der Dragonerwachtmeister Johann Friedrich Krause, beide einst wohnhaft in Schauenburg, wurden in jüngster Zeit als Geschichtenzuträger an die Brüder Grimm erkannt. Diese erhalten in der Schauenburger Märchenwache besondere Aufmerksamkeit. Im LandKulturPerlen-Projekt zeichnen Künstler*innen mit Interessierten in der Schauenburger Märchenwache Grafic Novels zu Grimmschen Märchen und veröffentlichen die Ergebnisse anschließend in Form eines „Breitenbacher Bilderblättchens“. Mit der Gattung der Grafic Novel sollen vor allem junge Menschen dazu eingeladen werden, sich mit den Grimmschen Märchen und der Regionalgeschichte auseinanderzusetzen.

Kooperationspartner

Förderverein Schauenburger Märchenwache e.V.

Rotopol

Kalbach – „Der Seelenvogel“ – ein philosophisch-künstlerisches Literaturprojekt für Kinder und Jugendliche

Komplexe Themen sind auch für junge Menschen greifbar – auf die Vermittlung kommt es an

„Tief, tief in uns wohnt die Seele. Noch nie hat sie jemand gesehen, aber jeder weiß, dass es sie gibt.“ Die Erzählung von Michael Snunit und Na’ama Golomb handelt von einem Vogel. Ein Vogel, der in der Seelen-Mitte wohnt, er steht auf einem Bein und ist der Seelenvogel. Dieser kleine Vogel öffnet in und die verschiedenen Schubladen der Emotionen. Durch das Öffnen werden traurig, eifersüchtig, freudig oder versöhnlich. Damit schafft es das Buch, vor allem jungen Leser*innen die Möglichkeit zu geben, sich eine bildliche Vorstellung für den Auslöser unserer Emotionen zu machen. Aus dem hebräischen wurde das Buch bereits in über 25 Sprachen übersetzt. In der Verknüpfung der Thematik des Buches mit dem Ort der Synagoge in Heubach und den Menschen, die hier einst lernten und beteten, soll den Kindern im LandKulturPerlen-Projekt ein Zugang zu dem Ort  gewährt werden, der sie auf ganzheitliche Art und Weise die Synagoge als Teil ihrer eigenen Geschichte und Kultur nachhaltig begreifen lässt. „Kalbach – „Der Seelenvogel“ – ein philosophisch-künstlerisches Literaturprojekt für Kinder und Jugendliche“ weiterlesen

Großenlüder – Erzähltage in Kindertagesstätten

Geschichten öffnen Welten

„Erzählst du mir noch eine Geschichte?“ lautet vielerorts der Auftakt zu einem bekannten Ritual vor dem Zubettgehen. Während des Erzählens oder Vorlesens von Geschichten tauchen Kinder in fremde Welten ein, erleben mit den Held*innen Abenteuer und entschwinden dabei, so der Wunsch der Eltern, sanft in den Schlaf. Noch immer ist das Hören von Geschichten fester Bestandteil vieler Kindheiten und dient vor allem der Entspannung, Unterhaltung und Anregung des Geistes und der Fantasie.

Doch auch Kinder erfinden Geschichten, wenn sie spielen und sich ganz in ihrer Welt befinden. Diese Geschichten zu erzählen und so die kindliche Lebenswirklichkeit in Sprache zu kleiden und auszudrücken will gelernt sein. Das Erzählen einer zusammenhängenden und fesselnden Geschichte ist eine Kunst, die schon seit Menschengedenken von professionellen Geschichtenerzählern gepflegt und weiterentwickelt wird. So waren beispielsweise die Grimm’schen Märchen vor ihrer Niederschreibung durch Jacob und Wilhelm Grimm viel erzählte und in der Bevölkerung weit verbreitete Geschichten. Damals wie heute gilt: die richtige Komposition des Spannungsbogens ist für eine gute Geschichte ebenso wichtig wie die Wortwahl oder der ansprechende Vortrag.

Das Erzählen zu kultivieren und den Kindern und ihrer Wahrnehmung der Welt eine Stimme zu verleihen, ist Ziel des Projekts „Erzähltage in Kindertagesstätten“ der Bürgerstiftung Großenlüder. Unter Anleitung und Vorbild von den zwei professionellen Erzählerinnen Heike Münker und Gudrun Rathke werden die 2-6-jährigen kindgerecht und spielerisch dazu angeregt, aufmerksam zuzuhören und in einem weiteren Schritt eigene Geschichten zu erfinden. So wurden in der Kindertagesstätte „Kinderarche Kunterbunt“ in Bimbach und der Kindertagesstätte „Haberswiesen“ in Großenlüder neben der kindlichen Kreativität und Imaginationskraft auch durch Mitmachgeschichten die Hör- und Sprachkompetenz der Kinder geschult und eine gute Grundlage für die spätere Kommunikationsfähigkeit gelegt, denn: wer spannend zu erzählen weiß, dem hört man gerne zu.

 

Vom Lesen und Hören – Die Bürgerstiftung Großenlüder

Die 2010 gegründete Bürgerstiftung Großenlüder ist ein Zusammenschluss von Bürger*innen, Vereinen und Unternehmen. Unter Einsatz von Zeit, Ideen und Spenden realisiert die Stiftung verschiedene Projekte, die die Lebensqualität der Menschen in der Region verbessern oder erhalten sollen. Die Unterstützung reicht dabei von klassischer Kinder-, Jugend- und Altenhilfe über Naturschutz- und Kulturprojekte. Schon seit Beginn der Stiftungsarbeit ist die Leseförderung dabei ein Schwerpunkt, der durch die Teilnahme an Vorlesetagen oder das Betreuen von Bücherschränken realisiert wird.

 

Kooperationspartner:

http://buergerstiftung-grossenlueder.de/

https://www.grossenlueder.de/

 

Waldeck

Minnesang – singen und tanzen wie Ritter

Schlägt man das Wort minne in einem mittelhochdeutschen Wörterbuch nach, erfährt man dessen vielschichtige Deutungsmöglichkeiten: Liebe, Zuneigung oder Freundschaft; Leidenschaft, Wohlwollen oder auch Freude und Geschenk. (Vgl. Hennig, Beate: minne. In: Kleines Mittelhochdeutsches Wörterbuch, 2007). In Minnesang und -dichtung geht es demnach nicht nur um erotische Liebesbeziehungen, sondern auch um platonische Bindungen zwischen zwei Menschen oder den liebevollen Gedanken an eine andere Person. „Waldeck“ weiterlesen