Kalbach – „Der Seelenvogel“ – ein philosophisch-künstlerisches Literaturprojekt für Kinder und Jugendliche

Komplexe Themen sind auch für junge Menschen greifbar – auf die Vermittlung kommt es an

„Tief, tief in uns wohnt die Seele. Noch nie hat sie jemand gesehen, aber jeder weiß, dass es sie gibt.“ Die Erzählung von Michael Snunit und Na’ama Golomb handelt von einem Vogel. Ein Vogel, der in der Seelen-Mitte wohnt, er steht auf einem Bein und ist der Seelenvogel. Dieser kleine Vogel öffnet in und die verschiedenen Schubladen der Emotionen. Durch das Öffnen werden traurig, eifersüchtig, freudig oder versöhnlich. Damit schafft es das Buch, vor allem jungen Leser*innen die Möglichkeit zu geben, sich eine bildliche Vorstellung für den Auslöser unserer Emotionen zu machen. Aus dem hebräischen wurde das Buch bereits in über 25 Sprachen übersetzt. In der Verknüpfung der Thematik des Buches mit dem Ort der Synagoge in Heubach und den Menschen, die hier einst lernten und beteten, soll den Kindern im LandKulturPerlen-Projekt ein Zugang zu dem Ort  gewährt werden, der sie auf ganzheitliche Art und Weise die Synagoge als Teil ihrer eigenen Geschichte und Kultur nachhaltig begreifen lässt.

Gefühle kreativ

Im Projekt setzten sich Schüler*innen mit dem Buch „Der Seelenvogel“ von Michal Snunit und Na’ama Golomb auseinander, indem sie eigene Illustrationen zum Text gestalten. Dabei steht im Mittelpunkt, Kinder und Jugendliche zu ermutigen, sich mit Gefühlen kreativ zu befassen und auch „in sich hineinzuhören“. Dabei kommt die Freude am kreativen Tun – ob mit bildender Kunst, Musik oder Sprache – und nebenbei die Freude am Buch nicht zu kurz. 12 Kinder der Grundschule Uttrichshausen werden durch professionelle Anleitung beim Prozess des Verstehens, Interpretierens und letztlich der künstlerischen Umsetzung der Bilder unterstützt, aus denen dann das Buch „der Seelenvogel“ quasi in einer eigenen gestalterisch überarbeiteten Fassung entstehen soll. Den entstehenden Werken wird sowohl eine Ausstellung in der Synagoge gewidmet, als auch eine eigene Publikation gedruckt. Zu bestellen ist das entstandene Werk unter info@synagoge-heubach.de

Parallel befasst sich die Philosophie-AG der Marianum Real- und Gymnasialschule mit dem Thema und erarbeitet in Absprache mit dem Verein und der Pädagogin ihren Beitrag. Ebenfalls zwei Musiker*innen erproben sich im Vorfeld insbesondere auch mit jüdischer Musik, die die Vernissage in der Synagoge begleitet. Durch beide weiteren Auseinandersetzungen zum Buch kann nochmals hervorgehoben werden, welche weiteren Dimensionen es gibt, Gefühlen Ausdruck zu verleihen.

Der Förderverein Landsynagoge Heubach e.V.

Der Förderverein setzt für die Nutzung der Landsynagoge Heubach ein, auch um diese als kulturelle Begegnungsstätte zu etablieren. Neben der Bespielung der ehemaligen Synagoge steht auch der Erhalt des historischen Gebäudes im Fokus der Vereinsziele. Dem Verein ist darüber hinaus ein Anliegen, die Heubacher Ortsgeschichte aufzubereiten und die Synagoge als Zeitzeugnis in das kollektive Gedächtnis zu überführen.

 

Weitere Informationen und Kooperationspartner

http://www.synagoge-heubach.de/index.php

https://www.marianum-fulda.de/index.php?id=marianum

http://www.grundschule-uttrichshausen.de/