Frankenberg

„Kinder machen Kunst“ – und eigentlich noch viel mehr          

Im Zuge des erstmals gemeinsam organisierten Festes „Tag der Begegnung“ am 3. Oktober 2017 stellte sich die Frage, wie die Projektpartner die Veranstaltung bereichern können, um Menschen, trotz Sprachbarrieren oder Hemmschwellen, die Möglichkeit zu geben, sich über ihre Wünsche und Vorstellungen für die Zukunft austauschen zu können. Wie könnte es möglich sein, vor allem die junge Generation, trotz unterschiedlicher Heimatländer näher zusammenzubringen und dabei deutlich zu machen, dass sie viele Gemeinsamkeiten haben?

Stadt und Vereine arbeiten zusammen

Die Stadt Frankenberg (Eder) zählt mit etwa 18.300 Einwohnern zu den Mittelzentren des Landkreises Waldeck-Frankenberg. Auch wenn jedes Dorf in der ländlichen Region Mittelhessens eine bunte und kulturelle Vielfalt aufweist, wird dies im urbanen Raum dennoch besonders deutlich. Das Anliegen, die Menschen sowohl trotz ihrer Unterschiedlichkeit als auch gerade wegen ihrer Gemeinsamkeiten zusammenzubringen, macht sich nicht nur die Stadt Frankenberg zur Aufgabe, sondern auch das Netzwerk Integration Frankenberg e. V. und der Türkisch-Deutsche Verein Frankenberg e. V.

Kunst braucht keine Worte

Gemeinsam mit der Künstlerin Corina Tkacenko planten die Projektpartner, Kinder verschiedenen Alters die Möglichkeit zu bieten, ihre Visionen, Träume und Erwartungen an die „Zukunft in Frieden“ künstlerisch auszudrücken. Unter Anleitung weiterer pädagogischer Fachkräfte entstand ein gemeinsames Kunstwerk, zu dem jedes Kind gleichermaßen beitrug. Das individuelle und gleichzeitig gemeinsame künstlerische Schaffen belebt dabei nicht nur die eigene Kreativität und Selbstwahrnehmung, sondern auch die Zusammenarbeit an einem Objekt stärkt das Gemeinschaftsgefühl.

Aber vor dem Malen muss bekanntlich der Kopf ans Werk. Wie denke ich über das Thema? Was möchte ich dazu sagen? Und wie kann ich es gestalterisch umsetzen? Die Auseinandersetzung mit dem Thema „Zukunft in Frieden“ beschäftigte jedoch nicht nur die teilnehmenden Kinder, auch die anwesenden Erwachsenen stellten sich der Frage nach den Wünschen für die Zukunft und kamen beim gemeinsamen Betrachten der in die Arbeit vertieften Kinder darüber in den Austausch. Schnell wurde deutlich, dass die Hoffnungen für die Zukunft unabhängig von der eigenen Herkunft sind – der Wunsch nach einer positiven und friedvollen Zukunft in allen Kulturen vereinte die Beteiligten und schaffte Vertrauen zum ehemals Fremden.

Botschaft weitertragen

Da diese Botschaften nicht in den Räumen der Ederbergland-Halle verklingen sollen, wird das von den Kindern erstellte Kunstwerk im Stadthaus in Frankenberg (Eder) ausgestellt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.