Korbach

Stuhlkunst / Kunststuhl

Vier Beine, ein Sitz, eine Lehne – der Stuhl. Das alltägliche Objekt bietet neben der reinen Funktion des erhöhten Sitzens viele kulturhistorische Bezüge und Interpretationsmöglichkeiten. Der Stuhl kann als Statussymbol fungieren, beispielsweise als Thron oder „Chefsessel“ und übermittelt dadurch unausgesprochene Botschaften über den Sitzenden. Aber er kann auch symbolisch für den Platz gedeutet werden, den man einnimmt. In der Aufstellung und der Formensprache vieler Stühle kann er sinnbildlich für gesellschaftliche Konstruktionen stehen: Nähe und Distanz, Vielfalt oder Monotonie, Gemeinschaft und Demokratie durch den Stuhlkreis.

Das offene Atelier

Dem Stuhl möchte sich die Künstlergruppe Artur gemeinsam mit Korbacher Bürgern annehmen.

Artur fungiert als Künstlergruppe bereits seit 20 Jahren in und um Korbach. Derzeit haben sich unter Artur sieben Künstler*innen zusammengeschlossen, deren Ziele es sind, durch die Zusammenführung von Ideen und Stärken in den Bereichen Kunst, Kultur und Stadtplanung die Öffentlichkeit anzuregen, sich diesen Themen zu öffnen. Gemeinsam entwickeln sie Ausstellungskonzepte für Kunst im regionalen, öffentlichen Raum.

Im Projekt „Stuhlkunst/Kunststuhl“ sind Teilnehmer allen Alters, aller Interessengruppen oder Nationalitäten eingeladen, sich gemeinsam mit der Künstlergruppe auf dem Werkhof in Korbach  dem Stuhl als Objekt zu nähern und seine Metamorphose zum Kunstwerk selbst zu gestalten. Die Künstler*innen stehen den Interessierten beim Formen und Nutzen der unterschiedlichen Materialien wie Holz, Plastik, Polster oder Farbe beratend zur Seite. Der Ideenvielfalt und der Neugier sind dabei keine Grenzen gesetzt.

Meine Stuhlkunst / Unsere Stuhlkunst

Artur wünscht sich, mit diesem Projekt Hemmschwellen des Zulassens der eigenen Kreativität abzubauen und die Freude am eigenen Schaffen zu wecken. Durch das gemeinsame Arbeiten sollen neue soziale Bekanntschaften entstehen. Bei der Gruppenausstellung im öffentlichen Raum soll die positive Wahrnehmung des eigenen und des gemeinsamen Tuns gestärkt werden.