Tann – Tanner Bach: Gehet hin durch die Tore

Foto: Manuel Weinen

Ein musikalisches Denkmal für Tanns berühmten Sohn

Gerade in der Weihnachtszeit haben die Kompositionen Johann Sebastian Bachs Hochkonjunktur in Chören und Orchestern. „Jauchzet, frohlocket, auf preiset die Tage“ aus dem berühmten Weihnachtsoratorium Bachs ist für Liebhaber klassischer Musik überall auf der Welt gleichbedeutend mit dem Eintritt in die festlichen Weihnachtstage. Johann Sebastian war mit seiner musikalischen Gabe jedoch keineswegs allein. Über Generationen und Jahrhunderte hinweg prägten die Ahnen und Nachfahren des berühmtesten Sohnes des Bachgeschlechts die musikalische Landschaft Mitteldeutschlands. Die Instrumentalisten und Komponisten lebten und wirkten dabei nicht nur in den historischen Zentren. Als Kantoren oder Organisten prägten die Mitglieder der Familie Bach auch in ländlichen Regionen Deutschlands musikalische Stile und Repertoires.

So auch Johann Michael Bach, der im 18. Jahrhundert in Tann in der Rhön

Sopranistin Anna Ziert singt ihre Arie während der Predigt – Foto: Gerhard Gilbert

als Kantor tätig war und in dieser Funktion zahlreiche Werke der geistlichen Musik produzierte. Zu diesem, zeitweilig in Vergessenheit geratenen Werk des „Tanner Bach“ gehört neben vielen anderen auch die Kantate „Gehet hin durch die Tore“. Diese Kantate zur Wiederaufführung zu bringen, war Ziel des LandKulturPerlen-Projekts „Tanner Bach – Gehet hin durch die Tore“ des Kultur- und Geschichtsvereins Tann. Um die Musik für Instrumentalisten und Sänger unserer Zeit spiel- und singbar zu machen, wurde die eigens erworbene historische Kantate hierzu zunächst in die moderne Notenschrift übertragen. In zahlreichen Proben wurde das Werk durch den Kirchenchor Tann und professionelle Instrumentalisten einstudiert, sodass die Kantate am Reformationstag am Ort ihres Entstehens wiederaufgeführt werden konnte. Dem Werk des „Tanner Bach“ wurde so ein lebendiges Denkmal gesetzt.

 

Kirchenchor Tann, Rathgeberensemble Fulda mit Pfarrer Stubintzky (rechts) und Kantor Nüdling (links) – Foto: Gerhard Gilbert

Kultur und Tradition pflegen – Der Kultur- und Geschichtsverein der Region Tann(Rhön) im Ulstertal e.V.

Seit 2001 widmet sich der Kultur- und Geschichtsverein Tann der Pflege und Bewahrung regionaler Kulturgüter sowie der Aufarbeitung und Fixierung der Geschichte der Region. Über diese Aufgaben hinaus fördert der Verein die Kulturarbeit vor Ort beispielsweise durch Kooperationen mit dem Museumsdorf oder dem Naturmuseum und initiiert und fördert kulturelle Projekte verschiedener Sparten.

 

Kooperationspartner:

http://www.kgv-tann.de/fileadmin/PDFs/Satzung_KGV.pdf

http://kirche-tann.de/