Zu Besuch bei der LandKulturPerle… Landsynagoge Heubach

Die ehemalige Synagoge als Ort der Begegnung und der Kultur

Stephan Büttner & Hartmut Zimmermann vor der Landsynagoge in Heubach

Synagoge. Schule. Rathaus. Wochenendstützpunkt einer Motorrad-Gang. Kulturzentrum. Eine Hausgeschichte mit einem guten Ende – dank des Engagements vieler Menschen aus Heubach und der Region.

 

 

 

Die Position des Thoraschreins ist auch nach der Restaurierung noch deutlich zu erkennen.

Die Geschichte

Heute leben keine Juden mehr in Heubach. 1890, 47 Jahre nach dem Bau der Synagoge, waren es noch 97 jüdische Personen, die dort heimisch waren. Bereist vor Machtergreifung der Nationalsozialisten schrumpfte die jüdische Gemeinde so weit, dass ein Erhalt der Synagoge und der jüdischen Schule nicht mehr tragbar waren.

 

Die Freilegung der unterschiedlichen Farbfassungen der Inneräume der Synagoge wirkt wie ein Fenster in die Geschichte des Hauses.

Der Verein

In all den Jahren bestand jedoch das kollektive Gedächtnis an die ehemalige Synagoge fort und fand 2003 einen Rahmen in Form der Gründung des Fördervereins Landsynagoge Heubach e.V.. Dieser hat es sich zum Ziel gemacht, das Gebäude nach denkmalpflegerischen Gesichtspunkten zu restaurieren, zu erhalten und zu pflegen, aber auch dort einen Ort entstehen zu lassen, an dem Menschen zusammenkommen – ohne dabei die religiöse Vergangenheit des Gebäudes außer Acht zu lassen.

 

Selbst der „Stöpsel“ der ehemaligen Mikwe ist erhalten.

Das Programm

Das wird beim Blick in das Veranstaltungsprogramm deutlich. Hier findet das Judentum immer wieder Beachtung: Vorträge, Workshops oder musikalische Darbietungen, die das Thema der jüdischen Religion aufnehmen sind im Programm genauso zu finden, wie klassische Konzerte und internationale, kulinarische Abende. Die ehrenamtlichen Mitglieder des Vereins gestalten eine LandKulturPerle, die alle Sinne anspricht und Raum bietet für Gemeinschaft, Austausch und Pioniergeist.