Wabern – TamTam – ein deutsch-polnisches Kulturmagazin

Bei TamTam handelt es sich um ein deutsch-polnisches Kunst- und Kommunikationsprojekt, das die kulturelle Geschichte und Gegenwart der beiden Länderregionen Schwalm-Aue und Krajna an der Netze porträtiert. Dabei werden künstlerische und kulturverwandte Aktivitäten dokumentiert, kreativ reflektiert und dann als YouTube Blog veröffentlicht. Darin enthalten sind Interviews unter anderem mit Kuratoren, Künstlern und Jugendlichen, die in Pila/Polen geführt wurden. Das erste Video wird im Oktober 2019 im Rahmen der Waberner Ideenmesse vorgestellt.

Kooperationspartner

TamTam

Schwalmstadt – Wrestling auf dem Land „In Defense of Common Sense 2019“

Beim Wrestling stellen die Protagonist*innen im Ring – wie im Theater – Emotionen, wie Leid und Leidenschaft als große Gesten dar, die für das Publikum nachvollziehbar und lesbar sind. Jugendliche aus der Schwalm erhalten im LandKulturPerlen-Projekt die Möglichkeit, an einem Workshop teilzunehmen, bei dem sie sowohl über Körper- und Bewegungstraining als auch durch Charakterarbeit und dem Trainieren der Kommunikation mit dem Publikum dem Wrestling näherkommen. Der Workshop findet in unmittelbarer Nähe des Michaelismarktes in der traditionsreichen Totenkirche im Zentrum von Treysa statt.

Kooperationspartner

Jos Diegel 

new Generation wrestling

Schrecksbach – Alltag in der Schwalm um das Jahr 1900

Das LandKulturPerlen-Projekt bringt Kindern regionale Brauchtümer und Kulturtechniken aus dem vergangenen Jahrhundert näher. Nicht nur die Herstellung regionaler Bezüge sondern auch die künstlerische Aufbereitung liegt der Zielsetzung des Projektes zu Grunde. Die teilnehmenden Kinder konzipieren selbst kleine Szenen, die den Alltag um 1900 darstellen und spielen diese für die Kamera ein. Dadurch sammeln sie professionell begleitet erste Erfahrungen einerseits im Theaterspiel und andererseits in der Kamera- und Regiearbeit.

Kooperationspartner

Verein Schwälmer Dorfmuseum Holzburg e.V.

Verschönerungsverein Holzburg

Medienblitz

Ottrau: Finalisierung und Aufführung der ersten Jugendclub Produktion

Das theater 3 hasen oben ist als Theater der freien Szene seit 20 Jahren das einzige professionelle Theater im Schwalm-Eder-Kreis. Als Resultat aus Sommerworkshops mit Jugendlichen in der Schwalm wurde im Jahr 2018 unter der Leitung von Maxi Buck der theater 3 hasen oben Jugendclub gegründet. Idee des Jugendclubs ist, Jugendliche eine langfristige Plattform für künstlerisches Ausprobieren und kulturelle Bildung zu bieten. Vor diesem Hintergrund sind aus wöchentlichen Treffen, Theater, Texte und das Ziel entstanden, diese auf die Bühne zu bringen.

Kooperationspartner

theater 3 hasen oben

daKuK e.V.

Melsungen – Stadt trifft Land – Projekt Künstlerhaus

Das Bauhaus-Jubiläumsjahr nimmt die „Kulturinitiative Begegnungsraum“ als Anlass, ihr Projekt eines Künstler-Hauses anzustoßen. Hierbei dient das LandKulturPerlen-Projekt als Initialzündung: Während der Auftaktveranstaltung präsentieren Künstler*innen zu den verschiedensten Bereichen des gesellschaftlichen und persönlichen Lebens Arbeiten, die Blickrichtungen erweitern, Fragestellungen ermöglichen, Raum für Experimente schaffen und etwas in Bewegung bringen, bei dem sich verschiedene Lebenswelten gegenseitig durchdringen.

Kooperationspartner

Kulturinitiative Begegnungsraum e.V.

KEMP – Kassel Experimental Music Production

Futuretrakt

Homberg (Efze) – Neue Heimat Schwalm – Im Museum auf Erkundungstour

Das LandKulturPerlen-Projekt hat einerseits zum Ziel, „Neuschwälmern“ die kulturellen Besonderheiten der Schwalm darzulegen und andererseits über andere Kulturformen in den Austausch zu kommen. Ganz nach dem Motto: Wo komme ich her? Wo kommst Du her? Hierzu gehen „Neuschwälmer“ auf Entdeckungsreise durch das Museum der Schwalm in Ziegenhain. Nach dem Besuch des Museums gestalten die Teilnehmenden gemeinsam eine Leinwand zum Thema „Heimat“ unter Anleitung einer Künstlerin. Das dabei entstehende Kunstwerk wird anschließend im Museum ausgestellt.

Kooperationspartner

Kreisausschuss Schwalm-Eder

Hephata Diakonie

Arbeitskreis für Toleranz und Menschenwürde

Arbeit und Bildung e.V. 

Museum der Schwalm

Gudensberg – Vielfalt erleben! „Zusammenhalt“ und „Freundschaft“ künstlerisch erarbeiten und gestalten

Die Ehrenamtsbörse „Mach-Mit e.V.“ koordiniert Projekte des freiwilligen Engagements. Die Angebote sind fester Bestandteil des gesellschaftlichen Miteinanders in Gudensberg, in denen sich über 80 Freiwillige engagieren. Während des diesjährigen Vielfaltfestes im August wird das LandKulturPerlen-Projekt einladen, künstlerisch und gemeinsam zu den Themen „Zusammenhalt“ und „Freundschaft“ zu arbeiten. Die inklusiven Workshops dienen zum einen der Begegnung von Menschen, der Entdeckung künstlerischer Techniken und zum anderen der Erfahrung gemeinsam öffentlichen Raum selbst zu gestalten.

Kooperationspartner

Mach-Mit e.V. Gudensberg

Gewerbevereinigung Gudensberg

AKGG (Arbeitskreis Gemeindenahe Gesundheitsversorgung in Kassel)

GWA Gudensberg

Paritätischer Wohlfahrtsverband

LAGFA

Bad Zwesten – Kulturelle Landpartie – Zeichnende „Artists in Residenz“

Die Künstler Henning Lutze, Bernhard Skopnik und Reinhold Weber vom Zeicheninstitut in Kassel sind regelmäßig auf zeichnerischer Tour durch öffentliche Räume. Dieses Mal verbringen sie vier Tage in Niederurff: Sie erkunden den Ort, lernen Menschen kennen und halten ihre Eindrücke und Erlebnisse zeichnerisch fest. Sie laden Dorfbewohner*innen ein, mitzuzeichnen und dadurch den Ort durch die Augen eines/einer Künstlers/Künstlerin zu betrachten. Die Ergebnisse werden in der Alten Pfarrei in Niederurff ausgestellt.

Kooperationspartner

Alte Pfarrei Niederurff

Zeicheninstitut

Zierenberg – Kunst zum Anfassen. DORF-eigen-ART für junge Menschen erfahrbar machen

Junge, zeitgenössische Kunst steht im Mittelpunkt der „DORF-eigen-Art“: Privatwohnungen, Kirchenräume und Firmenbüros in Oelshausen werden alle zwei Jahre zur öffentlichen Ausstellungsfläche. Erstmals werden dabei durch den LandKulturPerlen-Workshops junge Menschen eingeladen, gemeinsam mit einem ausstellenden Künstler Materialien künstlerisch zu erforschen und ein eigenes Kunstobjekt zu gestalten.

Kooperationspartner

DORF-eigen-ART e.V.

Schauenburg – Grimmsche Märchen als Grafic Novel

Die junge Marie und der Dragonerwachtmeister Johann Friedrich Krause, beide einst wohnhaft in Schauenburg, wurden in jüngster Zeit als Geschichtenzuträger an die Brüder Grimm erkannt. Diese erhalten in der Schauenburger Märchenwache besondere Aufmerksamkeit. Im LandKulturPerlen-Projekt zeichnen Künstler*innen mit Interessierten in der Schauenburger Märchenwache Grafic Novels zu Grimmschen Märchen und veröffentlichen die Ergebnisse anschließend in Form eines „Breitenbacher Bilderblättchens“. Mit der Gattung der Grafic Novel sollen vor allem junge Menschen dazu eingeladen werden, sich mit den Grimmschen Märchen und der Regionalgeschichte auseinanderzusetzen.

Kooperationspartner

Förderverein Schauenburger Märchenwache e.V.

Rotopol

Schauenburg – Erinnern an Jüdische Mitbürger – Wohnorte erkunden

Die Initiative „Stolpersteine in Schauenburg“ möchte langfristig Wohnorte ehemaliger, jüdischer Mitbürger*innen wieder ins kollektive Gedächtnis rufen. Ein erster Schritt bildet das LandKulturPerlen-Projekt: Grundschüler*innen erstellen unter fachlicher Anleitung einen frei zugänglichen Audioguide, der Interessierte durch die jüdische Geschichte des Ortes führt. Dabei setzten sich die Kinder nicht nur mit der lokalen Geschichte auseinander, sondern erhalten gleichzeitig Einblicke in die Medientechnik und -gestaltung.

Kooperationspartner

Initiative „Stolpersteine in Schauenburg“

MedienBlitz Kassel

Kassel (Landkreis) – Netzwerke im Landkreis Kassel verdichten! Neue Zugänge schaffen

Der gemeinnützige Verein „KulturNetz Kassel e.V.“ trägt maßgeblich zur Vernetzung von Kulturschaffenden in der Region bei. Um diese sichtbar zu machen sowie zu vernetzen, wurde bereits die Datenbank „Kulturtopografie Kassel“ erstellt. Ziel des LandKulturPerlen-Projekts ist es nun, den nördlichen und südwestlichen Raum des Landkreises Kassel intensiver zu erschließen und so das KulturNetz weiter und dichter zu spinnen. Um dieses Ziel zu erreichen, sollen Kulturschaffende ausfindig gemacht, über die Arbeit von KulturNetz informiert und in die Datenbank aufgenommen werden.

Kooperationspartner

Verein KulturNetz Kassel

Immenhausen – Workshop „Musik auf Glas“

Das Glasmuseum Immenhausen bewahrt Glasinstrumente, die in der Immenhäuser Glashütte hergestellt und im Kasseler Glasorchester von Professor Walter Sons gespielt wurden. Die gläsernen Schlagwerke werden im Rahmen des LandKulturPerlen-Projektes erstmals wieder zum Erklingen gebracht. Die teilnehmenden Jugendlichen finden dabei fachliche Unterstützung durch Schlagzeuger Tobias Schulte. Das klangvolle Ergebnis wird in einem Abschlusskonzert präsentiert.

Kooperationspartner

Glasmuseum Immenhausen

Hofgeismar – Keramik, Kunst und Kontakt

Beim inklusiven Keramikkurs, angeleitet von der Künstlerin und Pädagogin Monika Bodenmüller, kommen Menschen mit und ohne Behinderung zusammen, um gemeinsam künstlerische Formen in Stein zu entdecken. Dabei sind nicht nur die Sinne, ästhetische Wahrnehmung und handwerklichen Geschicklichkeiten gefordert, sondern auch das Miteinander rückt in den Fokus.

Kooperationspartner

Monika Bodenmüller

Helsa – Von der Unterführung zum Kunsttunnel – Graffiti-Kunst in Eschenstruth

Unter Anleitung eines professionellen Graffiti-Künstlers gestalten Kinder und Jugendliche aus Eschenstruth die örtliche Unterführung. Seit Jahren ist diese als „Un-Ort“ bekannt. Nun jedoch nehmen es die Kinder und Jugendlichen in die Hand: Mit der Kunstform des Graffitis gestalten sie ihren Lebensraum und eignen sich den öffentliche Raum künstlerisch an.

Kooperationspartner

Gemeinde Helsa

Marcel de Medeiros

Eschenwaldschule

Und der Staffelstab geht weiter …

… vom Landkreis Fulda zu den Landkreisen Kassel und Schwalm-Eder

 

Die stolzen Kulturakteur*innen eines erfolgreichen LandKulturPerlen-Jahres 2018 im Landkreis Fulda versammelten sich am Freitag, den 29. März 2019 zur Abschlussveranstaltung mit gleichzeitiger Begrüßung der am Modellprojekt 2019 partizipierenden Landkreise Kassel und Schwalm-Eder in der Kulturscheune in Eichenzell bei Fulda. „Und der Staffelstab geht weiter …“ weiterlesen

Positionen zu Kultureller Bildung in ländlichen Räumen

Projekte in ländlichen Räumen zu verankern, die einladen kreativ zu sein, eigene Ideen in die Tat umzusetzten, neue Impulse einbringen und Tradtionen bewahren wollen, stehen bundesweit vor ähnlichen Herausforderungen. Das zeigte auch das Gespräch zwischen vier Modellprojekten aus Sachsen, Brandenburg und Hessen. Das LKP-Team war beim Treffen dabei und hat gemeinsam mit den anderen Projektträgern acht Positionen zur Kulturellen Bildung in ländlichen Räumen formuliert, die an die Bundes- und Länderministerien überreicht wurden.

Wenn Sie mehr erfahren wollen, finden Sie hier die formulierten Positionen zu Kultureller Bildung in ländlichen Räumen (pdf).

Ebersburg – Es singt und klingt zur Weihnachtszeit

Musizieren mit allen Generationen

Kaum ein Klang ist so ergreifend, wie der einer singenden menschlichen Stimme. Die Verschiedenheit der Klangfarben und -intensitäten ist dabei so groß wie die Vielfalt der Menschen selbst. Wer Erfahrung im Chorsingen hat, kennt das erhebende Gefühl, die eigene Stimme in Harmonie und Verflechtung mit anderen Stimmen zu erleben und das Erstaunen darüber, welch vollen und wohltönenden Klang bereits einige wenige Sänger gemeinsam erzeugen können. Je vielfältiger die Stimmen – jung und alt, männlich und weiblich, hell und fein wie die Soprane oder voll und weich wie die Bässe – desto satter und vollmundiger der Klang. Gerade diese Vielfalt ist in Gesangvereinen und Kirchenchören im ländlichen Raum häufig nicht mehr selbstverständlich gegeben. Zum bekannten Ungleichgewicht von männlichen und weiblichen Chorsänger*innen gesellen sich oft die Herausforderungen des demographischen Wandels, der auch vor der Musik keinen Halt macht. Die Bevölkerung auf den Dörfern wird im Schnitt immer älter und die Kinder und Jugendlichen sind oft so in ihren Schulalltag eingebunden, dass private musikalische Betätigung hintenansteht. „Ebersburg – Es singt und klingt zur Weihnachtszeit“ weiterlesen

Rasdorf – „Kinder erleben ihren Heimatort“

Dorfrundgang (Foto:Möller)

Dorfbekanntes durch die Augen von Kindern sehen

Die kindliche Wahrnehmung unterscheidet sich oft erheblich von der Weltsicht Erwachsener. Viele Kinder haben das Talent, durch unvorhergesehene Fragen oder Feststellungen über ihre Umwelt, das scheinbar Bekannte mit einem Schlag in Frage zu stellen. Warum sind die Dinge wie sie sind? Und könnten sie nicht auch ganz anders sein? Um einen Ort, einen Sachverhalt oder das Gegenüber neu und verändert zu erleben, lohnt es sich daher, die Dinge durch die Augen von Kindern zu betrachten. Als Erwachsener ist es jedoch schwer, die neugierig-forschende Grundhaltung der Kinder einzunehmen, da der Blick allzu oft verstellt ist durch Erfahrungen, Vorurteile oder schlicht Gewohnheiten des Sehens und Erlebens. Wer seine Wahrnehmung der Welt öffnen und verändern möchte, der sollte also schlicht die Kinder fragen. „Rasdorf – „Kinder erleben ihren Heimatort““ weiterlesen

Nüsttal – Dorf trifft Kunst

Der Jugend Räume eröffnen

Der ländliche Raum hat in den letzten Jahrzehnten häufig mit Negativschlagzeilen von sich reden gemacht. Landflucht, Leerstand, Überalterung und Radikalisierung sind Schlagworte, die Landräten und Bürgermeistern aller Orten den Schweiß auf die Stirn treiben. Um das Land lebenswert zu gestalten, braucht es Initiative und neue Wege des Denkens und Handelns. Wenn verschiedene Gruppen mit unterschiedlichen Ideen an einem Tisch zusammenkommen, kann daraus eine Zukunft für ländliche Regionen erwachsen, die geprägt ist von sozialer Nähe, einem fairen und offenen Miteinander und einer positiven Identifikation mit dem umgebenden Lebensraum, der „Heimat“, in einem offenen und inklusiven Verständnis des Begriffs. Kunst und Kultur kann dabei zu einem Ansatz und Angelpunkt für gemeinsames Tun und Gestalten werden. „Nüsttal – Dorf trifft Kunst“ weiterlesen

Kalbach – „Der Seelenvogel“ – ein philosophisch-künstlerisches Literaturprojekt für Kinder und Jugendliche

Komplexe Themen sind auch für junge Menschen greifbar – auf die Vermittlung kommt es an

„Tief, tief in uns wohnt die Seele. Noch nie hat sie jemand gesehen, aber jeder weiß, dass es sie gibt.“ Die Erzählung von Michael Snunit und Na’ama Golomb handelt von einem Vogel. Ein Vogel, der in der Seelen-Mitte wohnt, er steht auf einem Bein und ist der Seelenvogel. Dieser kleine Vogel öffnet in und die verschiedenen Schubladen der Emotionen. Durch das Öffnen werden traurig, eifersüchtig, freudig oder versöhnlich. Damit schafft es das Buch, vor allem jungen Leser*innen die Möglichkeit zu geben, sich eine bildliche Vorstellung für den Auslöser unserer Emotionen zu machen. Aus dem hebräischen wurde das Buch bereits in über 25 Sprachen übersetzt. In der Verknüpfung der Thematik des Buches mit dem Ort der Synagoge in Heubach und den Menschen, die hier einst lernten und beteten, soll den Kindern im LandKulturPerlen-Projekt ein Zugang zu dem Ort  gewährt werden, der sie auf ganzheitliche Art und Weise die Synagoge als Teil ihrer eigenen Geschichte und Kultur nachhaltig begreifen lässt. „Kalbach – „Der Seelenvogel“ – ein philosophisch-künstlerisches Literaturprojekt für Kinder und Jugendliche“ weiterlesen

Hosenfeld – Inklusives Mini-Musical

Das Mini-Musical (Foto: Ebert)

 Musical als Gemeinschaftserlebnis

Wer kennt sie nicht, die berühmten Ohrwürmer bekannter Musicals wie Cats, Tanz der Vampire, Mamma Mia oder König der Löwen? Kaum einer, der einmal einen Musicalabend erlebt hat, kann sich der Faszination entziehen. Gesang und Tanz, aber auch die oft aufwändige Kostümierung, Maske und Bühnenausstattung machen einen Musicalbesuch zu einer einprägsamen Erfahrung mit Suchtfaktor. Einmal zu singen und zu tanzen wie die Darsteller der beliebten Kassenschlager ist der Wunsch vieler Menschen, was nicht zuletzt die zahlreichen Gesangs- und Tanzangebote städtischer Einrichtungen belegen. Auf dem Land dagegen sind die Möglichkeiten eher rar gesät. „Hosenfeld – Inklusives Mini-Musical“ weiterlesen

Hofbieber – Unterwegs – Wege, Wegzeichen, Weggefährten, Wegzehrungen

Mobilität künstlerisch umgesetzt

In der Diskussion um gleichwertige Lebensverhältnisse hinsichtlich des Lebens in der Stadt und auf dem Land spielt der Aspekt der Mobilität eine stetige Rolle. Diesem Thema widmet sich auch die Herbstausstellungen der Kunststation Kleinsassen e.V. Aber nicht nur die Betrachtung der Exponate soll die Interessierten auffordern über Beweglichkeit nach zu denken, vielmehr sollen im LandKulturPerlen-Projekt „Unterwegs – Wege, Wegzeichen, Weggefährten, Wegzehrung“ Menschen aller Altersgruppen aus dem Umkreis der Kunststation eingeladen werden, sich künstlerisch mit Aspekten der Mobilität auseinander zu setzten.

Künstler*innen leiten Workshops zur Vermittlung von Methoden, beispielsweise der Sparten Malerei, Zeichnung, Druckgrafik, Collage oder Töpferkunst. Ziel ist es, Menschen der Region zu aktiver Partizipation an den Möglichkeiten der Kunststation zu motivieren und dadurch gleichzeitig auf die weiteren und vielfältigen Aktivitäten des Vereins aufmerksam zu machen. Darüber hinaus kann durch den Austausch mit Künstler*innen die eigene künstlerische Tätigkeit weiterentwickelt werden. Da die Workshops parallel stattfinden, sind im Arbeitsprozess gegenseitige, kreative Anregungen möglich, die über Altersgrenzen hinweg wirken. Am Ende des Projektes werden ausgewählte Werke in einer kleinen Sonderausstellung präsentiert.

 

Kunststation Kleinsassen e.V. – Anker für Kulturelle Bildung

Die Kunststation Kleinsassen e.V. bietet Raum für Kultur- und Kunstschaffende aus der Region sowie internationale künstlerische Begegnungen, sodass eine regionale und internationale Vernetzung der Kulturlandschaft stattfindet. Jungen Künstler*innen bietet die Kunststation die Möglichkeit zu experimentieren und sich zu etablieren. Im Ausstellungshaus finden jedoch nicht nur mehrmals jährlich wechselnde Ausstellungen, Konzerte und Lesungen statt. Fest verankert ist auch die Kunstschule sowie weitere Workshopangebote, die kontinuierlich Kulturelle Bildung für alle Zielgruppen ermöglicht.

 

Kooperationspartner:

Kunststation Kleinsassen e.V. http://www.kleinsassen.de/

Biebertalschule https://www.biebertalschule.de/

 

Großenlüder – Erzähltage in Kindertagesstätten

Geschichten öffnen Welten

„Erzählst du mir noch eine Geschichte?“ lautet vielerorts der Auftakt zu einem bekannten Ritual vor dem Zubettgehen. Während des Erzählens oder Vorlesens von Geschichten tauchen Kinder in fremde Welten ein, erleben mit den Held*innen Abenteuer und entschwinden dabei, so der Wunsch der Eltern, sanft in den Schlaf. Noch immer ist das Hören von Geschichten fester Bestandteil vieler Kindheiten und dient vor allem der Entspannung, Unterhaltung und Anregung des Geistes und der Fantasie.

Doch auch Kinder erfinden Geschichten, wenn sie spielen und sich ganz in ihrer Welt befinden. Diese Geschichten zu erzählen und so die kindliche Lebenswirklichkeit in Sprache zu kleiden und auszudrücken will gelernt sein. Das Erzählen einer zusammenhängenden und fesselnden Geschichte ist eine Kunst, die schon seit Menschengedenken von professionellen Geschichtenerzählern gepflegt und weiterentwickelt wird. So waren beispielsweise die Grimm’schen Märchen vor ihrer Niederschreibung durch Jacob und Wilhelm Grimm viel erzählte und in der Bevölkerung weit verbreitete Geschichten. Damals wie heute gilt: die richtige Komposition des Spannungsbogens ist für eine gute Geschichte ebenso wichtig wie die Wortwahl oder der ansprechende Vortrag.

Das Erzählen zu kultivieren und den Kindern und ihrer Wahrnehmung der Welt eine Stimme zu verleihen, ist Ziel des Projekts „Erzähltage in Kindertagesstätten“ der Bürgerstiftung Großenlüder. Unter Anleitung und Vorbild von den zwei professionellen Erzählerinnen Heike Münker und Gudrun Rathke werden die 2-6-jährigen kindgerecht und spielerisch dazu angeregt, aufmerksam zuzuhören und in einem weiteren Schritt eigene Geschichten zu erfinden. So wurden in der Kindertagesstätte „Kinderarche Kunterbunt“ in Bimbach und der Kindertagesstätte „Haberswiesen“ in Großenlüder neben der kindlichen Kreativität und Imaginationskraft auch durch Mitmachgeschichten die Hör- und Sprachkompetenz der Kinder geschult und eine gute Grundlage für die spätere Kommunikationsfähigkeit gelegt, denn: wer spannend zu erzählen weiß, dem hört man gerne zu.

 

Vom Lesen und Hören – Die Bürgerstiftung Großenlüder

Die 2010 gegründete Bürgerstiftung Großenlüder ist ein Zusammenschluss von Bürger*innen, Vereinen und Unternehmen. Unter Einsatz von Zeit, Ideen und Spenden realisiert die Stiftung verschiedene Projekte, die die Lebensqualität der Menschen in der Region verbessern oder erhalten sollen. Die Unterstützung reicht dabei von klassischer Kinder-, Jugend- und Altenhilfe über Naturschutz- und Kulturprojekte. Schon seit Beginn der Stiftungsarbeit ist die Leseförderung dabei ein Schwerpunkt, der durch die Teilnahme an Vorlesetagen oder das Betreuen von Bücherschränken realisiert wird.

 

Kooperationspartner:

http://buergerstiftung-grossenlueder.de/

https://www.grossenlueder.de/

 

Bad Salzschlirf – Zeitreise: Wandeln und Wandel eines Kurortes. Bürger*innen kuratieren ihre Stadtgeschichte

Blüte und Niedergang des Kurtourismus

Kuren und Aufenthalte in Sanatorien genossen um 1900 einen regelrechten Kultstatus. Das gut betuchte Großbürgertum reiste zur Erholung und zur Sommerfrische regelmäßig in die großen europäischen Kurstätten, um sich bei Trinkkuren, Wassertreten á la Sebastian Kneipp und Licht-Luft-Bädern in idyllischer Umgebung von den Anforderungen des modernen Lebens in den stetig wachsenden Großstädten zu erholen. Gleichzeitig dienten die Kurorte als Treffpunkte des gesellschaftlichen Lebens. In ortsansässigen Kasinos und Salons versammelte sich die „bessere Gesellschaft“ zu Spiel, Unterhaltung und Zerstreuung vom Alltag.

Seit dem Niedergang dieser Blütezeit des Bädertourismus kämpfen viele Kurorte um Gäste und ein neues Image. In vielen Fällen konnte in gewisser Weise an die Tradition angeschlossen werden, indem sich moderne Rehabilitationskliniken ansiedelten. Eine Folge dieser Entwicklung ist jedoch zum Teil die Verödung und der Verfall der Altorte sowie eine schleichende Veränderung der Bevölkerung hin zu beinahe ausschließlichen „Seniorenresidenzen“.

Der Verein „Kunst & Kultur aktiv“ des Kurorts Bad Salzschlirf will in seinem Projekt „Zeitreise – Wandeln und Wandel eines Kurortes“ diesen Veränderungen am konkreten Beispiel nachspüren. Mit Hilfe von Fotografien und Gemälden aus unterschiedlichen Jahrzehnten und Jahrhunderten soll die Veränderung des Ortsbildes ganz konkret nachvollzogen werden. An den Originalschauplätzen sollen die alten Fotografien, die auf große Schilder aufgezogen wurden, die Wandlung eines Gebäudes, Denkmals, einer Perspektive oder eines Straßenzugs sichtbar machen. Die Einwohner von Bad Salzschlirf sind dazu eingeladen, ihre alten Fotografien einzureichen und anschließend ihren Heimatort auf ganz neue Art und Weise zu erleben

 

Kunst & Kultur aktiv e.V. – kulturelle Impulse für Bad Salzschlirf

Seit vielen Jahren liefert der Verein Kunst & Kultur aktiv e.V. wertvolle Impulse für die Kulturarbeit in Bad Salzschlirf. Zentraler Ankerpunkt des Vereins ist der Kulturbahnhof, in dem regelmäßig Workshops und Vorträge zum Thema Malerei stattfinden. Bei Bahnhofsfesten und Ausstellungen kommen die Kreativen der Region zusammen, sodass der Kulturbahnhof Raum bietet für Austausch und geselliges Miteinander von Kunstinteressierten.

 

Kooperationspartner

http://www.kukaktiv.de/

http://www.badsalzschlirf.de