Melsungen – Stadt trifft Land – Projekt Künstlerhaus

Das Bauhaus-Jubiläumsjahr nimmt die „Kulturinitiative Begegnungsraum“ als Anlass, ihr Projekt eines Künstler-Hauses anzustoßen. Hierbei dient das LandKulturPerlen-Projekt als Initialzündung: Während der Auftaktveranstaltung präsentieren Künstler*innen zu den verschiedensten Bereichen des gesellschaftlichen und persönlichen Lebens Arbeiten, die Blickrichtungen erweitern, Fragestellungen ermöglichen, Raum für Experimente schaffen und etwas in Bewegung bringen, bei dem sich verschiedene Lebenswelten gegenseitig durchdringen.

Kooperationspartner

Kulturinitiative Begegnungsraum e.V.

KEMP – Kassel Experimental Music Production

Futuretrakt

Homberg (Efze) – Neue Heimat Schwalm – Im Museum auf Erkundungstour

Das LandKulturPerlen-Projekt hat einerseits zum Ziel, „Neuschwälmern“ die kulturellen Besonderheiten der Schwalm darzulegen und andererseits über andere Kulturformen in den Austausch zu kommen. Ganz nach dem Motto: Wo komme ich her? Wo kommst Du her? Hierzu gehen „Neuschwälmer“ auf Entdeckungsreise durch das Museum der Schwalm in Ziegenhain. Nach dem Besuch des Museums gestalten die Teilnehmenden gemeinsam eine Leinwand zum Thema „Heimat“ unter Anleitung einer Künstlerin. Das dabei entstehende Kunstwerk wird anschließend im Museum ausgestellt.

Kooperationspartner

Kreisausschuss Schwalm-Eder

Hephata Diakonie

Arbeitskreis für Toleranz und Menschenwürde

Arbeit und Bildung e.V. 

Museum der Schwalm

Gudensberg – Vielfalt erleben! „Zusammenhalt“ und „Freundschaft“ künstlerisch erarbeiten und gestalten

Die Ehrenamtsbörse „Mach-Mit e.V.“ koordiniert Projekte des freiwilligen Engagements. Die Angebote sind fester Bestandteil des gesellschaftlichen Miteinanders in Gudensberg, in denen sich über 80 Freiwillige engagieren. Während des diesjährigen Vielfaltfestes im August wird das LandKulturPerlen-Projekt einladen, künstlerisch und gemeinsam zu den Themen „Zusammenhalt“ und „Freundschaft“ zu arbeiten. Die inklusiven Workshops dienen zum einen der Begegnung von Menschen, der Entdeckung künstlerischer Techniken und zum anderen der Erfahrung gemeinsam öffentlichen Raum selbst zu gestalten.

Kooperationspartner

Mach-Mit e.V. Gudensberg

Gewerbevereinigung Gudensberg

AKGG (Arbeitskreis Gemeindenahe Gesundheitsversorgung in Kassel)

GWA Gudensberg

Paritätischer Wohlfahrtsverband

LAGFA

Bad Zwesten – Kulturelle Landpartie – Zeichnende „Artists in Residenz“

Die Künstler Henning Lutze, Bernhard Skopnik und Reinhold Weber vom Zeicheninstitut in Kassel sind regelmäßig auf zeichnerischer Tour durch öffentliche Räume. Dieses Mal verbringen sie vier Tage in Niederurff: Sie erkunden den Ort, lernen Menschen kennen und halten ihre Eindrücke und Erlebnisse zeichnerisch fest. Sie laden Dorfbewohner*innen ein, mitzuzeichnen und dadurch den Ort durch die Augen eines/einer Künstlers/Künstlerin zu betrachten. Die Ergebnisse werden in der Alten Pfarrei in Niederurff ausgestellt.

Kooperationspartner

Alte Pfarrei Niederurff

Zeicheninstitut

Zierenberg – Kunst zum Anfassen. DORF-eigen-ART für junge Menschen erfahrbar machen

Junge, zeitgenössische Kunst steht im Mittelpunkt der „DORF-eigen-Art“: Privatwohnungen, Kirchenräume und Firmenbüros in Oelshausen werden alle zwei Jahre zur öffentlichen Ausstellungsfläche. Erstmals werden dabei durch den LandKulturPerlen-Workshops junge Menschen eingeladen, gemeinsam mit einem ausstellenden Künstler Materialien künstlerisch zu erforschen und ein eigenes Kunstobjekt zu gestalten.

Kooperationspartner

DORF-eigen-ART e.V.

Schauenburg – Grimmsche Märchen als Grafic Novel

Die junge Marie und der Dragonerwachtmeister Johann Friedrich Krause, beide einst wohnhaft in Schauenburg, wurden in jüngster Zeit als Geschichtenzuträger an die Brüder Grimm erkannt. Diese erhalten in der Schauenburger Märchenwache besondere Aufmerksamkeit. Im LandKulturPerlen-Projekt zeichnen Künstler*innen mit Interessierten in der Schauenburger Märchenwache Grafic Novels zu Grimmschen Märchen und veröffentlichen die Ergebnisse anschließend in Form eines „Breitenbacher Bilderblättchens“. Mit der Gattung der Grafic Novel sollen vor allem junge Menschen dazu eingeladen werden, sich mit den Grimmschen Märchen und der Regionalgeschichte auseinanderzusetzen.

Kooperationspartner

Förderverein Schauenburger Märchenwache e.V.

Rotopol

Hofgeismar – Keramik, Kunst und Kontakt

Beim inklusiven Keramikkurs, angeleitet von der Künstlerin und Pädagogin Monika Bodenmüller, kommen Menschen mit und ohne Behinderung zusammen, um gemeinsam künstlerische Formen in Stein zu entdecken. Dabei sind nicht nur die Sinne, ästhetische Wahrnehmung und handwerklichen Geschicklichkeiten gefordert, sondern auch das Miteinander rückt in den Fokus.

Kooperationspartner

Monika Bodenmüller

Helsa – Von der Unterführung zum Kunsttunnel – Graffiti-Kunst in Eschenstruth

Unter Anleitung eines professionellen Graffiti-Künstlers gestalten Kinder und Jugendliche aus Eschenstruth die örtliche Unterführung. Seit Jahren ist diese als „Un-Ort“ bekannt. Nun jedoch nehmen es die Kinder und Jugendlichen in die Hand: Mit der Kunstform des Graffitis gestalten sie ihren Lebensraum und eignen sich den öffentliche Raum künstlerisch an.

Kooperationspartner

Gemeinde Helsa

Marcel de Medeiros

Eschenwaldschule

Nüsttal – Dorf trifft Kunst

Der Jugend Räume eröffnen

Der ländliche Raum hat in den letzten Jahrzehnten häufig mit Negativschlagzeilen von sich reden gemacht. Landflucht, Leerstand, Überalterung und Radikalisierung sind Schlagworte, die Landräten und Bürgermeistern aller Orten den Schweiß auf die Stirn treiben. Um das Land lebenswert zu gestalten, braucht es Initiative und neue Wege des Denkens und Handelns. Wenn verschiedene Gruppen mit unterschiedlichen Ideen an einem Tisch zusammenkommen, kann daraus eine Zukunft für ländliche Regionen erwachsen, die geprägt ist von sozialer Nähe, einem fairen und offenen Miteinander und einer positiven Identifikation mit dem umgebenden Lebensraum, der „Heimat“, in einem offenen und inklusiven Verständnis des Begriffs. Kunst und Kultur kann dabei zu einem Ansatz und Angelpunkt für gemeinsames Tun und Gestalten werden. „Nüsttal – Dorf trifft Kunst“ weiterlesen

Kalbach – „Der Seelenvogel“ – ein philosophisch-künstlerisches Literaturprojekt für Kinder und Jugendliche

Komplexe Themen sind auch für junge Menschen greifbar – auf die Vermittlung kommt es an

„Tief, tief in uns wohnt die Seele. Noch nie hat sie jemand gesehen, aber jeder weiß, dass es sie gibt.“ Die Erzählung von Michael Snunit und Na’ama Golomb handelt von einem Vogel. Ein Vogel, der in der Seelen-Mitte wohnt, er steht auf einem Bein und ist der Seelenvogel. Dieser kleine Vogel öffnet in und die verschiedenen Schubladen der Emotionen. Durch das Öffnen werden traurig, eifersüchtig, freudig oder versöhnlich. Damit schafft es das Buch, vor allem jungen Leser*innen die Möglichkeit zu geben, sich eine bildliche Vorstellung für den Auslöser unserer Emotionen zu machen. Aus dem hebräischen wurde das Buch bereits in über 25 Sprachen übersetzt. In der Verknüpfung der Thematik des Buches mit dem Ort der Synagoge in Heubach und den Menschen, die hier einst lernten und beteten, soll den Kindern im LandKulturPerlen-Projekt ein Zugang zu dem Ort  gewährt werden, der sie auf ganzheitliche Art und Weise die Synagoge als Teil ihrer eigenen Geschichte und Kultur nachhaltig begreifen lässt. „Kalbach – „Der Seelenvogel“ – ein philosophisch-künstlerisches Literaturprojekt für Kinder und Jugendliche“ weiterlesen

Hofbieber – Unterwegs – Wege, Wegzeichen, Weggefährten, Wegzehrungen

Mobilität künstlerisch umgesetzt

In der Diskussion um gleichwertige Lebensverhältnisse hinsichtlich des Lebens in der Stadt und auf dem Land spielt der Aspekt der Mobilität eine stetige Rolle. Diesem Thema widmet sich auch die Herbstausstellungen der Kunststation Kleinsassen e.V. Aber nicht nur die Betrachtung der Exponate soll die Interessierten auffordern über Beweglichkeit nach zu denken, vielmehr sollen im LandKulturPerlen-Projekt „Unterwegs – Wege, Wegzeichen, Weggefährten, Wegzehrung“ Menschen aller Altersgruppen aus dem Umkreis der Kunststation eingeladen werden, sich künstlerisch mit Aspekten der Mobilität auseinander zu setzten.

Künstler*innen leiten Workshops zur Vermittlung von Methoden, beispielsweise der Sparten Malerei, Zeichnung, Druckgrafik, Collage oder Töpferkunst. Ziel ist es, Menschen der Region zu aktiver Partizipation an den Möglichkeiten der Kunststation zu motivieren und dadurch gleichzeitig auf die weiteren und vielfältigen Aktivitäten des Vereins aufmerksam zu machen. Darüber hinaus kann durch den Austausch mit Künstler*innen die eigene künstlerische Tätigkeit weiterentwickelt werden. Da die Workshops parallel stattfinden, sind im Arbeitsprozess gegenseitige, kreative Anregungen möglich, die über Altersgrenzen hinweg wirken. Am Ende des Projektes werden ausgewählte Werke in einer kleinen Sonderausstellung präsentiert.

 

Kunststation Kleinsassen e.V. – Anker für Kulturelle Bildung

Die Kunststation Kleinsassen e.V. bietet Raum für Kultur- und Kunstschaffende aus der Region sowie internationale künstlerische Begegnungen, sodass eine regionale und internationale Vernetzung der Kulturlandschaft stattfindet. Jungen Künstler*innen bietet die Kunststation die Möglichkeit zu experimentieren und sich zu etablieren. Im Ausstellungshaus finden jedoch nicht nur mehrmals jährlich wechselnde Ausstellungen, Konzerte und Lesungen statt. Fest verankert ist auch die Kunstschule sowie weitere Workshopangebote, die kontinuierlich Kulturelle Bildung für alle Zielgruppen ermöglicht.

 

Kooperationspartner:

Kunststation Kleinsassen e.V. http://www.kleinsassen.de/

Biebertalschule https://www.biebertalschule.de/

 

Eichenzell – Vielfalt ist bunt: Für eine farbenfrohe Mitwelt

Soziale und ökologische Nachhaltigkeit ganz praktisch

Mosaikplatte (Foto:Böhm)

Der Begriff der “Nachhaltigkeit” hat sich, so scheint es, in den vergangen Jahren zu einem regelrechten Modewort entwickelt. Unter dem Siegel der Nachhaltigkeit sollen Produkte gekauft, Häuser gebaut und ferne Länder bereist werden. Die Bedeutung des Begriffs hat dabei zunehmend an Schärfe verloren. Nachhaltigkeit im Sinne des Wortes meint zunächst ein Handeln, das zusätzlich zu aktuellen Fragen und Problemstellungen auch immer eine Zukunftsperspektive miteinschließt. Nachhaltiges Handeln bedeutet demnach, so zu verfahren, dass weder die eigene noch kommende Generationen Schaden davontragen; im besten Falle sogar von den Resultaten des Handelns profitieren können. Nachhaltigkeit kann demnach verschiedene Bereiche und Dimensionen umfassen, wie Ökologie, Soziales oder Politik. „Eichenzell – Vielfalt ist bunt: Für eine farbenfrohe Mitwelt“ weiterlesen

Poppenhausen – Den Bäumen Gesichter geben

Natur erwacht zum Leben

Wer mit offenen Augen durch den Wald streift, kann wundersame Dinge entdecken: blitzförmig ragen Äste in den Himmel und Moos zieht sich wie ein weiches Kissen über Baumstümpfe und Steine. Rot und gelb belaubte Herbstbäume werden im Sonnenlicht zu vielzüngigen Feuersbrünsten und in klaren Waldweihern wogen Algen wie Nixenhaar. Vielleicht blickt beim Betrachten knorziger Astlöcher und wild zerfurchter Rinde sogar plötzlich ein Augenpaar zurück… Den Blick für die Natur schärfen und gleichzeitig die Phantasie schweifen lassen, um in den natürlich gewachsenen Formen von Bäumen alte und junge, freundliche oder grimmige Gesichter zu entdecken, dies ist die Grundidee des Projekts „Den Bäumen Gesichter geben“ der in Schwarzerden beheimateten Künstlerin Jeanett Rotter. „Poppenhausen – Den Bäumen Gesichter geben“ weiterlesen

Poppenhausen – DAS WICHTIGE. Bilder aus der Radierwerkstatt

Die Radierkunst hat nichts mit dem Radiergummi zu tun   

Kraft, Präzession, spiegelverkehrtes Denken und chemisches Verständnis sind nur einige der Kompetenzen, die es bei der Radierung bedarf. Was bei den Werken von Rembrandt und anderen Radier-Künstler*innen so einfach erscheint, ist eine Kunstgattung, die viel handwerkliches Geschick, eine Vielzahl von Werkzeugen und Vorrichtungen benötigt. Kann so etwas überhaupt durch junge Menschen vollbracht werden? JA, sagt Bernd Baldus. Denn, die bis dahin für die meisten Kinder und Jugendliche noch unbekannte Kunstgattung lässt eine unbefangene und experimentierfreudige Herangehensweise zu. „Poppenhausen – DAS WICHTIGE. Bilder aus der Radierwerkstatt“ weiterlesen

Hünfeld – Museum Modern Art – Eine fotografische Entdeckungsreise

Projektergebnis

Neue Perspektiven auf Kunst und Architektur

Ein Perspektivwechsel kann den Blick auf die Welt verändern. Im Alltag ist es oft hilfreich, sich in die Positionen und Gedankenwelten anderer einzufühlen, um ein tieferes Verständnis einer Situation oder eines Sachverhalts zu erlangen. Ein wortwörtlicher Perspektivwechsel kann jedoch auch beim Kunstgenuss oder bei der Erkundung eines Museums völlig neue Blickwinkel eröffnen und eine ästhetisch neue Wahrnehmung des scheinbar bekannten liefern. Werden die gewonnen Eindrücke auf Fotopapier gebannt und in einer Ausstellung präsentiert, führt dies zu einer spannenden neuen Ebene des Erlebens – Museum im Museum und Kunst in der Kunst – die dazu einlädt, dem Auge des Fotografen zu folgen und so selbst im doppelten Sinne die Perspektive zu wechseln.

Projektergebnis

Um Perspektivwechsel zu vollziehen lud das Museum Modern Art Hünfeld die Oberstufenschüler des Wigbertgymnasiums in diesem Herbst in seine Räumlichkeiten ein. Ausgestattet mit Fotoapparaten und einer Einführung in die Kunst der Fotografie durch einen professionellen Fotografen, durften die Jugendlichen in den Ausstellungsräumen sowie dem Außenbereich des Museums selbstständig nach Motiven für ihre Arbeiten suchen. Die ausgestellte Kunst konnte dabei ebenso im Fokus stehen wie das historische Gasometer oder das Ausstellungsgebäude im Jugendstil. Die qualitativ herausragenden Arbeiten dieser kooperativen Aktion wurden in einer anschließenden Ausstellung in den Räumen des Museums präsentiert

 

Vernissage im Gasometer

Museum Modern Art Hünfeld – moderne Kunst in historischer Umgebung

Angesiedelt in einem historischen Gaswerk, dient das Museum Modern Art in Hünfeld seit seiner Gründung 1990 als Präsentationsort der Sammlung seines Gründers Jürgen Blum. Neben der Sammlung Blums, die vor allem aus Werken der Konkreten Kunst besteht, finden in den von Industrieoptik geprägten Räumlichkeiten seit der Wiedereröffnung 2014 regelmäßig Wechselausstellungen von namhaften zeitgenössischen Künstlern statt. Die beiden Leiter des Museums Günter und Peter Liebau veranstalten zudem Kunstwettbewerbe, die die Bekanntheit des Museums steigern konnten. Ein Skulpturengarten im Außenbereich rundet das vielseitige künstlerische Angebot des Museums ab.

 

Kooperationspartner:

www.museum-modern-art.de

www.wigbertschule.de

Burghaun: Future Survival – Zukunft nachhaltig gestalten

Naturerlebnis und ökologische Aufklärung mit allen Sinnen

Dass aktiver Klima- und Umweltschutz heute wichtiger sind denn je, zeigen nicht nur die erschreckenden Zahlen über das weltweite Artensterben oder die Zerstörung von Naturräumen durch den Klimawandel, Wetterextreme oder den Hunger nach natürlichen Ressourcen wie Holz, Torf oder Bodenschätzen. Auch die Unkenntnis der eigenen umgebenden Flora und Fauna lässt hellhörig werden, ist doch das Wissen um die Natur der erste Schritt zu ihrem Schutz. „Burghaun: Future Survival – Zukunft nachhaltig gestalten“ weiterlesen

Gersfeld – Aus Kunst wird Musik, daraus wieder Kunst – Generationen treffen sich

Inspiration durch Musik und Gemälde 

Musik inspiriert und regt den Geist an. Je nach musikalischer Gattung, Stil, Tonart, Klangfarbe, Rhythmus und Lautstärke werden verschiedene Emotionen angesprochen und innere Bilder und Wahrnehmungen erzeugt. Dieses innere Erleben macht das Konsumieren von Musik für viele Menschen zu einem besonderen Genuss. Das Projekt „Aus Kunst wird Musik, daraus wieder Kunst“ der Stadtkapelle Gersfeld e.V. macht sich diese Qualität von Musik ebenso zunutze wie die wechselseitige Inspirationsfähigkeit von Musik und Bildender Kunst. „Gersfeld – Aus Kunst wird Musik, daraus wieder Kunst – Generationen treffen sich“ weiterlesen

Ehrenberg – Jung und Kreativ

Jugendliche Wünsche – Kunst als Sprachrohr

Welche Voraussetzungen braucht Kunst im öffentlichen Raum? Gute Ideen, unterstützende Gemeinden, junge Menschen und leere Wände reichen aus, findet Veronika Zyzik. Die diplomierte Kunstmalerin hat es sich zum Ziel gesetzt, zusammen mit Jugendlichen der Region die leeren Wände des Bürgerhauses Wüstensachsen (Gemeinde Ehrenberg) kreativ zu gestalten. Den Themen und Motiven sind dabei keine Grenzen gesetzt; die Jugendlichen bekommen durch die Aktion einen Raum, um ihre Gedanken, Wünsche, Ängste, Idole oder Szenen ihres Alltags und ihrer Heimat abzubilden und für die Zukunft festzuhalten. Nebenbei erfahren die jungen Menschen, wie sich das Leben und Schaffen in einem Atelier gestaltet. Unter fachkundiger Anleitung erhalten sie Einblicke in die Verwendung von Farben, Techniken und verschiedenen Werkzeugen. „Ehrenberg – Jung und Kreativ“ weiterlesen

Bad Wildungen

Ein bunter Stein unter vielen

Ein Mosaik. Kulturhistorisch betrachtet, ein Muster oder Bild, das durch Zusammenfügen von farbigen oder unterschiedlich geformten Teilen entsteht. Eine Gesellschaft. Soziologisch betrachtet, eine durch unterschiedliche Merkmale zusammengefasste, abgegrenzte Anzahl von Personen, die als soziale Akteure miteinander verknüpft leben und (in)direkt interagieren. Gemeinsamkeiten stehen aich beim Projekt „Weltreise mittels Mosaikkunst – Multikultureller Mosaikworkshop als Altstadtinitiative“ im Mittelpunkt. „Bad Wildungen“ weiterlesen

Battenberg

Demografie mal künstlerisch

Viele Gemeinden stehen den Herausforderungen des demografischen Wandels gegenüber: Abwanderung, Geburtenrückgang, steigende Lebenserwartungen, um nur einige Aspekte zu nennen. Frohnhausen, ein ca. 500 Einwohner großes Dorf in der Gemeinde Battenberg (Eder), möchte dabei nicht einfach zu sehen, sondern genau hinschauen und sich künstlerisch mit dem Thema auseinandersetzen. Wer sind wir heute im Dorf? Welche Verbindungen gehen wir ein und was verbindet uns? Welche Altersstrukturen können wir sichtbar machen? „Battenberg“ weiterlesen

Diemelsee

Die Spolie – Vergangenheit und Zukunft

Aufgrund von Materialknappheit wurden in der Architekturgeschichte häufig Beuteteile aus Vorgängerbauten oder Ruinen für den Neubau verwendet. Mit dem Wechsel der ursprünglichen Bestimmung wurden sie zu Spolien. Dies geschah jedoch nicht selten auch aufgrund der Bedeutungsübertragung der alten Bauten auf das neu Entstehende. Den Geist des Alten anpassen und in das Zukünftige implementieren. Was ist gut am Alten und was davon wollen wir mit in die Zukunft nehmen und vor allem unter welchen eigenen Vorstellungen und Wünschen? „Diemelsee“ weiterlesen

Frankenberg

„Kinder machen Kunst“ – und eigentlich noch viel mehr          

Im Zuge des erstmals gemeinsam organisierten Festes „Tag der Begegnung“ am 3. Oktober 2017 stellte sich die Frage, wie die Projektpartner die Veranstaltung bereichern können, um Menschen, trotz Sprachbarrieren oder Hemmschwellen, die Möglichkeit zu geben, sich über ihre Wünsche und Vorstellungen für die Zukunft austauschen zu können. Wie könnte es möglich sein, vor allem die junge Generation, trotz unterschiedlicher Heimatländer näher zusammenzubringen und dabei deutlich zu machen, dass sie viele Gemeinsamkeiten haben? „Frankenberg“ weiterlesen

Frankenberg

Heimatverein stellt sich den Herausforderungen

Es kommen nur noch wenige und dann immer die Gleichen zu den Veranstaltungen. Was können wir tun? Das ist eine Frage, die sich wahrscheinlich schon jeder Veranstalter einmal gestellt hat. Diese Herausforderung kennt auch der Heimat- und Kulturverein Geismar e.V. Aber dessen Mitglieder geben nicht auf und bringen immer wieder Mut und Kraft auf, neue Ideen umzusetzen und außergewöhnliche Wege zu gehen, um Kultur von allen, für alle im Dorf zu gestalten. „Frankenberg“ weiterlesen

Korbach

Stuhlkunst / Kunststuhl

Vier Beine, ein Sitz, eine Lehne – der Stuhl. Das alltägliche Objekt bietet neben der reinen Funktion des erhöhten Sitzens viele kulturhistorische Bezüge und Interpretationsmöglichkeiten. Der Stuhl kann als Statussymbol fungieren, beispielsweise als Thron oder „Chefsessel“ und übermittelt dadurch unausgesprochene Botschaften über den Sitzenden. Aber er kann auch symbolisch für den Platz gedeutet werden, den man einnimmt. In der Aufstellung und der Formensprache vieler Stühle kann er sinnbildlich für gesellschaftliche Konstruktionen stehen: Nähe und Distanz, Vielfalt oder Monotonie, Gemeinschaft und Demokratie durch den Stuhlkreis. „Korbach“ weiterlesen

Waldeck

Vom Metzgerladen zum Kulturraum – die Hands-on-Mentalität

An Orten, an denen es nicht die Möglichkeit gibt ein Angebot um die Ecke zu nutzen, weil es keine Angebote gibt, werden viele Menschen selbst aktiv. Das ist auch eine der Stärke des ländlichen Raums. Dort wo es keine Optionen gibt, haben die Menschen das Angebot selbst geschaffen – es gibt den Wunsch gemeinsam Musik zu machen – dann gründetet man einen Chor; man möchte Theaterspielen aber zum nächsten Theaterhaus sind es 35km – also initiierte man eine örtliche Theatergruppe. Heute nennt man das Hands-on-Mentalität. Und die beweist Musiker Bill Sauer auch mit seinem LandKulturPerlen-Projekt „Runter vom Sofa“. „Waldeck“ weiterlesen